Polizeibeamter ist außer Lebensgefahr:
Tiefe Stichverletzung an Herz und Lunge

Notoperation im AKH rettet 41-Jährigem das Leben Täter ist verschwunden - Fahndung wurde eingeleitet

Polizeibeamter ist außer Lebensgefahr:
Tiefe Stichverletzung an Herz und Lunge
© Bild: APA/Leodolter

Der Wiener Polizist, der im Zuge einer Personenkontrolle bei einem Park in Wien-Währing durch einen Messerstich in die linke Brust lebensgefährlich verletzt wurde, befindet sich auf dem Weg der Besserung. "Sein Zustand ist sehr stabil", teilte eine Sprecherin des Wiener Krankenanstaltenverbunds (KAV) mit. Bei der Fahndung nach dem unbekannten Mann, der dem 41-jährigen Bezirksinspektor ein Messer in die linke Brust gerammt hatte, gab es weiterhin keine Anhaltspunkte.

Ermittler suchten erneut den Tatort ab. Gesucht wurde in dem Areal rund um den Anton-Baumann-Park am Gürtel nahe des Wiener AKHs und der zugehörigen U6-Station bis zur Schulgasse laut Polizeisprecherin Karin Strycek vor allem nach der Tatwaffe. Ein Messer wurde bisher nicht gefunden. Der schwer verletzte Polizist könne zu dem Angriff nicht vor Freitag einvernommen werden, das Spital habe eine absolute Schonung angeordnet, so Strycek.

Verdächtiger auf der Flucht
Fest steht jedenfalls, dass der Ermittler bei einer Verfolgungsjagd von einem Flüchtenden in der Schulgasse niedergestochen wurde. Der 41-Jährige war zu diesem Zeitpunkt bereits eineinhalb Stunden gemeinsam mit fünf Kollegen bei einer Schwerpunktaktion gegen Geschäftseinbrüche und Eigentumsdelikte im Einsatz. Nach eingegangenen Hinweisen wurden von den sechs Ermittlern Personenkontrollen durchgeführt. Dabei hielt die Gruppe einen etwa 25- bis 30-jährigen Mann auf, der bei der Frage nach einem Ausweis, unverzüglich die Flucht ergriff, erklärte Strycek. Vom Verdächtigen fehlte jede Spur, auch ein Messer wurde nicht sichergestellt.

41-Jähriger bereits ansprechbar
Der an Herz und Lunge schwer verletzte Mann schwebte nach einer zweistündigen Notoperation, die bis 1.00 Uhr in der Früh andauerte, noch stundenlang in Lebensgefahr. Die künstliche Beatmung auf der Intensivstation im Wilhelminenspital wurde gegen 11.00 Uhr ausgesetzt, danach wachte der 41-Jährige auf und war ab 11.30 Uhr ansprechbar, hieß es im Krankenhaus. Bei der Einlieferung sorgte eine verletzte Arterie für heftige Blutungen, Flüssigkeit hatte sich im durchbohrten Herzbeutel sowie im Lungenraum des Mannes angesammelt.

Für Hinweise, die zur Ergreifung des Täters führen, wurde vom Verein der Freunde der Wiener Polizei ein Betrag von 2.000 Euro ausgelobt. Der unbekannte Messerstecher ist laut Polizei etwa 1,80 Meter groß, hat kurze schwarze Haare, dunklen Teint und ist von kräftiger, sportlicher Statur. Bei der Kontrolle war der Mann mit einem weißen oder hellblauen T-Shirt bekleidet und trug vermutlich dunkle Jeans. Hinweise werden von der Ermittler-Gruppe Stöckelhuber des Wiener Landeskriminalamts unter der Telefonnummer 01-31310/DW33110 oder DW33800 auf Wunsch streng vertraulich entgegen genommen. Gesucht werden Augenzeugen und Personen, die Angaben zu dem Verdächtigen machen können.
(apa/red)