Polizeiauto gerammt von

Folgenschwerer Auffahr-Unfall

Alko-Lenker rammte mit 1,66 Promille Wagen der Exekutive: Schussabgabe!

Polizeiauto gerammt - Folgenschwerer Auffahr-Unfall © Bild: APA/Parigger

Mit 1,66 Promille Vollgas im Rückwärtsgang gegen ein Polizeiauto: Ein 54-jähriger Alkolenker aus Linz rammte in Wien-Favoriten mit seinem nicht zugelassenen Mercedes 290 einen Streifenwagen. Zuvor hatte er sich auch von zwei Schüssen auf die Reifen seines Autos nicht stoppen lassen. Bei seiner Festnahme kam es zu einer heftigen Rangelei. Die Beamten setzten Pfefferspray ein, berichtete Polizeisprecherin Camellia Anssari. Der Oberösterreicher hat nun einige Anzeigen am Hals.

Eine Funkwagenbesatzung war auf der Südosttangente (A23) auf die "verdächtige Fahrweise" des Mannes aufmerksam geworden. Wiederholte Anhalteversuche scheiterten: Der 54-Jährige flüchtete über das Alte Landgut in die Favoritenstraße Richtung stadtauswärts. Dort versuchten ihn die Beamten erneut zu stoppen.

Betrunkener steigt aufs Gaspedal
"Ein Polizeifahrzeug stand vor dem Pkw des Mannes, eines dahinter", schilderte Anssari. Der Betrunkene stieg trotzdem auf das Gaspedal und wollte im Retourgang einen Funkwagen rammen. Um einen Zusammenstoß zu verhindern, feuerten die Beamten zweimal auf die Reifen des Autos. Letztlich mussten die Polizisten sich durch einen Sprung zu Seite in Sicherheit bringen, der 54-Jährige krachte etwa 100 Meter vor der Alaudagasse in ihr Fahrzeug.

Danach attackierte der Alko-Lenker laut Polizeibericht die Ordnungshüter. Er verletzte einen Beamten an der Hand. Erst unter Einsatz von Pfefferspray konnte er gebändigt werden. Der 54-Jährige war zwar mit 1,66 Promille, aber ohne Führerschein unterwegs gewesen - den hat er schon wegen früherer Delikte abgeben müssen. Außerdem gab es für sein Kfz keine Zulassung mehr. Am Streifenwagen ist Sachschaden entstanden. Der Linzer wurde u.a. wegen Widerstand gegen die Staatsgewalt, schwerer Körperverletzung und der Gefährdung der körperlichen Sicherheit im Straßenverkehr angezeigt.

Kommentare

Der vergessene in Untersuchungshaft Gerade vor ein paar Tagen, ein Mann wochenlang in Untersuchungshaft wegen eines gestohlenen Computerspiels.

Hier Lebensgefahr für die Beamten, für andere Verkehrsteilnehmer "Er wurde angezeigt", schläft jetzt zuhause wohl seinen Rausch aus.

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