Polizei sieht Rotlicht-These skeptisch:
War Polin Opfer eines Beziehungsdramas?

28-jähriges Mordopfer kam nicht aus Rotlichtmilieu Exekutive ermittelt weiterhin in alle Richtungen

Polizei sieht Rotlicht-These skeptisch:
War Polin Opfer eines Beziehungsdramas? © Bild: APA/Oczeret

Nach dem Mord an einer Frau auf offener Straße in Wien-Penzing ermittelt die Polizei weiterhin in alle Richtungen. Gerüchten, denen zufolge es sich bei der Bluttat um eine Racheaktion innerhalb des Rotlichtmilieus handeln könnte, steht die Exekutive skeptisch gegenüber. Zwar war das 28-jährige Opfer seit einigen Wochen mit einem Leibwächter eines "Rotlicht-Königs" liiert gewesen, sie selbst war aber nicht in die Szene involviert, so Polizeisprecher Roman Hahslinger. Eine Beziehungstat ist weiterhin nicht ausgeschlossen.

Zwar arbeitete die Frau in einem Cafe am Gürtel, doch ist dieses laut Polizei "nicht einschlägig". Auch den Leibwächter lernte sie nicht im Rotlichtmilieu kennen. "Sie wohnten im selben Haus", sagte Hahslinger.

Laut Polizei ist eine Beziehungstat weiterhin nicht ausgeschlossen. Zwar sitzt der Lebensgefährte der Frau im Gefängnis - allerdings nicht wegen eines Deliktes, das mit der Rotlichtszene zu tun haben könnte -, es ist aber möglich, dass es noch andere Männer im Leben der 28-Jährigen gegeben haben könnte. "Wir überprüfen das derzeit", sagte Hahslinger.

Die Frau ist am Sonntag um 0.50 Uhr in der Dreyhausenstraße vor ihrem Wohnhaus von einem unbekannten Mann erschossen worden. Danach soll der Täter mit einem grauen Pkw-Kombi geflohen sein. Die Polizei fahndet nach einem etwa 35 Jahre alten, etwa 1,80 Meter großen Mann mit längerem schütterem Haar. Bei der Tat war er mit einer blauen Jeanshose und einer grünen Jacke bekleidet.

(apa/red)