Polizei rästelt nach Rohrbombenfund in NÖ: Sprengsatz sei "aufwendig gebaut" worden

Mann registrierte vor Entdeckung Stimmen & Autos Sprengsatz sei aber keine Jugend-Spielerei

Polizei rästelt nach Rohrbombenfund in NÖ: Sprengsatz sei "aufwendig gebaut" worden

Jene Rohrbombe, die in Leopoldsdorf (Bezirk Wien Umgebung) gefunden worden war, ist "aufwendig gebaut" worden. Wie Rudolf Slamanig, Leiter des Landesamtes für Verfassungsschutz und Terrorismusbekämpfung (LVT) der APA mitteilte, registrierte ein Mann vor dem Fund Stimmen und ein wegfahrendes Auto. Hinsichtlich Verdächtiger waren die Ermittlungen in vollem Gange.

Es handle sich bei dem Sprengsatz nicht um eine Spielerei von Jugendlichen. Die Vorrichtung sei "technisch hochwertig hergestellt", erläuterte Slamanig. Vor allem die Zündvorrichtung ließe sich nicht so einfach herstellen. Der oder die Täter müssten in jedem Falle über elektronisches Verständnis verfügen. Die Ermittlungen nach Verdächtigen lief auf vollen Touren.

Nicht geklärt war vorerst die Frage, ob das etwa 25 Zentimeter lange Metallrohr, das durch eine Fernzündung zur Detonation gebracht werden hätte können, bewusst auf der Straße abgelegt worden war. So wäre beispielsweise ein Autofahrer oder ein vorbeigehender Passant als Ziel eines Angriffs in Betracht gekommen. Möglich sei aber auch, dass die Bombe jemand "loswerden" wollte.

Ein Mann, der den Sprengsatz entdeckte und dies den Einsatzkräften meldete, hörte davor laute Stimmen, meinte Slamanig. Im Anschluss daran sei ein Auto davongefahren. Der Mann begab sich in Folge zur Straße und fand das Metallrohr mit einem Durchmesser von etwa 30 Millimetern. Die Sprengvorrichtung wurde von Experten entschärft. (apa/red)