Polizei weiß sich zu helfen: Panzerknacker in Wachauer Tunnel gelockt und eingesperrt!

Verhaftung ging Observation seit Wien voraus

Eine geniale Festnahme ist der niederösterreichischen Polizei in der Wachau gelungen: Nachdem mutmaßliche Tresorknacker in den Straßentunnel bei Dürnstein eingefahren waren, wurde dieser an beiden Seiten abgeriegelt. Der spektakulären Verhaftung war eine tagelange Observation vorangegangen.

In der Nacht auf 10. Mai war in eine Waldviertler Firma in Kottes (Bezirk Zwettl) eingebrochen worden. Nachdem es den Tätern offenbar nicht gelang, den Standtresor zu öffnen, transportierten sie ihn mit einem Hubwagen ab und hievten ihn in einen auf dem Areal abgestellten Klein-Lkw.

Mit dem gestohlenen Fahrzeug fuhren die Einbrecher in ein Waldstück nahe der Ortschaft Gschwendt, wo sie den Tresor versteckten. Der Lkw wurde am 10. Mai in Wien-Döbling entdeckt, am Nachmittag fand die Polizei im Waldviertel den Tresor samt Einbruchswerkzeug. Diese Umstände führten zur Annahme, dass die bis dato unbekannten Täter in der folgenden Nacht versuchen würden, den Tresor aufzubrechen, weshalb das Landeskriminalamt NÖ die Männer beobachten ließ.

Beamte der Einsatzgruppe zur Bekämpfung der Straßenkriminalität nahmen dann gegen 22.00 Uhr auf einer Landstraße im Bereich des Waldstücks einen verdächtigen Pkw mit drei Personen wahr. Die beiden Insassen gingen in der Folge zielstrebig zum Versteck und versuchten, den Tresor mit dem bereitgestellten Einbruchswerkzeug zu öffnen, während der Fahrer mit dem Pkw wieder Richtung Weißenkirchen zurückfuhr.

Der Tunnel bei Dürnstein wurde dann als geeigneter Ort für eine Verhaftung auserkoren. Tatsächlich holte der Pkw-Lenker die beiden Verdächtigen um 3.00 Uhr wieder ab und begab sich dann zurück Richtung Krems, als die Falle bei Dürnstein zuschnappte. Die Männer, ein Serbe und zwei Moldawier, ließen sich widerstandslos verhaften.
(APA)