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Polizei ermittelt nach blutigen Auseinandersetzungen in Linz

Zusammenhang zwischen Konflikten vor Club und am Hauptbahnhof vermutet

Die Linzer Polizei ermittelt nach blutigen Auseinandersetzungen, bei denen mehrere Personen verschiedener Nationalitäten verletzt wurden, eine davon schwer. Die Konflikte nahmen offenbar am Sonntagabend vor einem Club ihren Ausgang, wie es in einer Presseaussendung vom Dienstag hieß. Mittlerweile vermutet die Polizei einen Zusammenhang zwischen mehreren Gewalttaten in der Stadt.

Aufmerksam wurden die Ermittler auf eine mögliche Verbindung nach einem Einsatz bei einem gewalttätigen Streit vor dem Linzer Hauptbahnhof am Montagabend: Sechs bis acht Tschetschenen gingen mit Schlagstöcken und einer Pistole bewaffnet auf einen 18-jährigen Syrer aus Linz los. Er wurde verletzt und in der Uniklinik behandelt.

Die Täter konnten vorerst entkommen. Später wurde aber ein 26-jähriger Russe aus Linz festgenommen, der einen Baseballschläger bei sich hatte. Er gestand, an dem Überfall beteiligt gewesen zu sein. Als Grund gab er unter anderem eine Auseinandersetzung vor einem Club am Sonntag an, bei der zwei Russen von mehreren Angreifern verletzt worden sind.

Ebenfalls am Montagabend rückte die Polizei erneut aus, weil im nahe dem Bahnhof gelegenen Volksgarten ein 18-jähriger Iraker bei einem Streit von einem Unbekannten mit drei Messerstichen verletzt worden war. Das Opfer war anfangs ansprechbar, wurde dann aber bewusstlos und ebenfalls in die Uniklinik eingeliefert. Die Ermittler gehen von einem Zusammenhang mit den davorliegenden Vorfällen am Bahnhof und vor dem Club aus.

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