Politischer Aschermittwoch der FPÖ in Ried: Strache attackiert Regierung auf's Schärfste

SPÖ habe nichts von Wahlversprechen umgesetzt Vergleich EU-Vertrag und Anschluss an Deutschland

Politischer Aschermittwoch der FPÖ in Ried: Strache attackiert Regierung auf's Schärfste © Bild: APA/rubra

Die FPÖ hat in Ried im Innkreis ihren 17. Politischen Aschermittwoch abgehalten. Parteichef Strache griff in einer fast zweistündigen Rede die Regierung scharf an. Die SPÖ unter Kanzler Gusenbauer habe nichts von den Wahlversprechen umgesetzt. Weiters sprach er sich gegen einen "Anschluss" Österreichs an ein "totalitäres, zentralistisches Europa" aus und warnte vor einer Islamisierung.

Strache stellte einen Bezug zwischen dem EU-Vertrag und dem heurigen Gedenkjahr des "Anschlusses" Österreichs an Hitler-Deutschland im Jahr 1938 her. Er verlangte, Österreichs Eigenständigkeit müsse verteidigt werden und dürfe nicht "auf dem Altar der EU geopfert werden". Spätestens, wenn die Türkei als EU-Mitglied dem Volk auf die Augen gedrückt werde, müsse es für Österreich ein Raus aus Europa geben. Denn die Türkei gehöre "heute und in 100 Jahren" nicht in die EU.

Der FPÖ-Chef ging dann auf die Zuwanderung ein. Er betonte, er spreche nicht von "Ausländern", denn es gebe positive Beispiele von zugewanderten Europäern und Christen, viele hätten sich integriert und würden zu Recht österreichische Staatsbürger. Wenn Zuwanderer allerdings kriminell würden, wolle er ihnen die Tür weisen, stellte Strache fest.

Tschad sei "Himmelfahrtskommando"
Die Beteiligung Österreichs am Tschad-Einsatz lehnte der FPÖ- Obmann als "Himmelfahrtskommando" neuerlich ab. 160 Soldaten würden nicht als "Musterschüler", sondern als "Sonderschüler" der EU in ein Land geschickt, in dem Bürgerkrieg herrsche. Zudem verlangte Strache die Wiedervereinigung von Nord- und Südtirol.

Vor der Jahn-Turnhalle in Ried im Innkreis gab es eine Gegendemonstration. Im Saal versammelten sich nach Angaben der FPÖ rund 2.000 Besucher.

(apa/red)