Politiker aus Peru als Videospiel-Bösewicht:
Feuert mit Sturmgewehr auf seine Gegner

Humala aussichtreichster Kandidat für Präsidentschaft Politisches Game gibt's als Online-Spiel gratis im Web

Politiker aus Peru als Videospiel-Bösewicht:
Feuert mit Sturmgewehr auf seine Gegner © Bild: Reuters/Alvarado

Ollanta Humala, Kandidat bei der Präsidentschaftswahl in Peru am kommenden Sonntag, ist der Bösewicht in einem derzeit im Internet stark nachgefragten Videospiel. Darin hat der 43-jährige Vorsitzende der Nationalistischen Partei Perus (PNP), ein früherer Armeeoffizier, vier Gegenspieler: den peruanischen Schriftsteller Jaime Bayly, eine Fernsehreporterin, einen Kämpfer für die Rechte von Homosexuellen und einen Durchschnittsbürger.

Diese müssen den von Humala aus einem Sturmgewehr abgefeuerten Schüssen ausweichen und zugleich schauen, dass sie nicht von Autobomben oder aber Granaten getroffen werden, die der seit 1992 inhaftierte Chef der maoistischen Guerilla Leuchtender Pfad (Sendero Luminoso), Abimael Guzman, aus seinem Gefängnis schleudert.

Achtung vor den Erdölfässern!
Dazu kommt noch der von Humala bewunderte linksnationalistische Präsident Venezuelas, Hugo Chavez, der aus einem Flugzeug Erdölfässer abwirft. Zu ihrer Verteidigung können sich Humalas Gegenspieler unter den "Schirm der Demokratie" zurückziehen, auf die "Rüstung der Kultur" zurückgreifen oder sich eines Fernsehers als "Symbol der Meinungsfreiheit" bedienen. Damit wird unter anderem auf Äußerungen aus dem Umfeld von Humala angespielt - von denen er sich distanzierte -, Homosexuelle müssten erschossen werden.

Humala bei Umfragen in Führung
Der Schriftsteller Bayly ist bekannt für seine Bisexualität. In jüngsten Umfragen liegt Humala mit bis zu 33 Prozent in Führung, gefolgt von der Christdemokratin Lourdes Flores und dem früheren sozialdemokratischen Präsidenten Alan Garcia. (APA/red)