Politik-Umfrage von

Wünsche der Österreicher

Korruptionsbekämpfung als wichtigstes Thema. Bankenhilfe interessiert nur wenige.

Frau wünscht sich etwas © Bild: Thinkstock/iStockphoto

Der größte Wunsch der Österreicher an die Politik ist die Korruptionsbekämpfung. Als weitere Neujahrsvorsätze empfiehlt das Wahlvolk seinen Repräsentanten die Sicherung der Lebensqualität und des Gesundheitswesens sowie leistbare Energiepreise. So mancher möchte in der nächsten Regierung nicht nur Politiker, sondern auch Experten sehen. Ganz hinten in puncto Dringlichkeit steht hingegen die weitere Unterstützung der Banken.

500 repräsentativ für die Bevölkerung über 16 Jahre ausgewählte Personen wurden von 12. bis 18. Dezember online vom Linzer Institut "market" befragt. Die Meinungsforscher legten eine Liste von Wünschen an die Politik vor, die mit Noten von eins (ganz wichtig) bis fünf (gar nicht wichtig) zu bewerten waren. 66 Prozent gaben der Korruptionsbekämpfung Priorität eins, 60 Prozent der Sicherung der Lebensqualität. Kein Befragter erachtete diese Themen als gänzlich unbedeutend. Für 58 Prozent hat es Vorrang, dass die Energiepreise nicht nach oben schießen, für 56 Prozent, dass das Gesundheitswesen reformiert und abgesichert wird.

Experten und Denkzettel

Je 54 bzw. 55 Prozent halten den Abbau von Bürokratie und Verwaltungskosten, die Bekämpfung von Wirtschafts- und konventioneller Kriminalität sowie der Armut für vordringlich, 52 Prozent die Einbindung von Experten in die Regierung. Die restlose Aufklärung der Salzburger Spekulationsaffäre erachten 50 Prozent für ganz wichtig, ebenso viele einen starken Euro ohne Inflation und 43 Prozent einen spürbaren Denkzettel für Politiker bei den nächsten Wahlen. Einen Rücktritt vom Eurofighter-Kauf wollen 31 Prozent ganz vorne auf der politischen Agenda sehen.

Keine Sorgen um Banken und Stronach

Weniger dringlich scheint für die Österreicher die rasche Rückkehr zu einem Nulldefizit zu sein. Sie hat nur für 28 Prozent Top-Bedeutung. Die wenigsten Sorgen machen sich die Menschen laut Umfrage um die Banken: Nur sieben Prozent halten deren weitere Stützung für vorrangig. Die Hoffnung, dass Frank Stronach bei den anstehenden Wahlen gut abschneidet und in die Regierung kommt, rangiert zwar auch unter den Schlusslichtern, liegt aber immerhin elf Prozent sehr am Herzen.

Insgesamt gehen die Österreicher selbstbewusst ins neue Jahr: 32 Prozent erwarten, dass sich das Land besser entwickeln wird als die übrigen EU-Staaten. Sieben Prozent rechnen mit einer vergleichsweise schlechteren Entwicklung. Besonders optimistisch sind Männer und Menschen mit guter Ausbildung.

Kommentare

brauser49
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Meine Träume dazu:
Wird nicht moeglich sein:Korruptionsabbau, Buerokratieabbau, Verwaltungskostensenkung mit Reduzierung der zuvielen Krankenkassen. Experten in der Politik
Moeglich: Sicherung der Lebensqualität, Zurueckhaltung bei Lebensmittelkosten, Energie und Mieten, Stärkung des oeffentlichen Vekehrs, Armutsbekämpfung.
Wurscht. Stronach, Banken, Fremdsprachenkenntisse der Abgeordneten

brauser49
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und voellig wurscht ist mir auch wie viele Vierteln der Wr. Buergermeister trinkt. Er leistet gute Arbeit und dass zählt

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