Polit-Bombe aus Kroatien

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Polit-Bombe aus Kroatien

Kroatiens einst mächtigster Waffeneinkäufer packt über illegale Waffenlieferungen Österreichs aus.

Der Mann hat einiges zu erzählen: Vladimir Zagorec war nicht nur der höchstdekorierte Offizier der kroatischen Armee, sondern auch Kroatiens oberster Waffeneinkäufer während des Krieges. Trotz UN-Embargos rüstete er einst Kroatien auf und ermöglichte so die militärischen Erfolge gegen Serbien. Seit dem Jahr 2000 lebt der vormalige Vizeverteidigungsminister, der aus Prinzip keine Interviews geben will, als erfolgreicher Geschäftsmann in Wien.

In den letzten Jahren hat er einiges durchgemacht: Er wurde körperlich misshandelt, sein Sohn wurde entführt, nachdem er sich weigerte, die Flucht des kroatischen Kriegsverbrechers Ante Gotovina mitzufinanzieren. Er musste 750.000 Euro Lösegeld zahlen, und er hat ein Strafverfahren in Kroatien am Hals, weil ihn der verurteilte Entführer seines Sohnes beschuldigt, kroatisches Staatsgeld unterschlagen zu haben.

„Ich bin ein toter Mann“. Obwohl – auch durch Akten des heimischen Verfassungsschutzes – gerichtsbekannt ist, dass Zagorec’ Leben im Fall einer Auslieferung nach Kroatien massiv bedroht ist, hat das Oberlandesgericht Wien vor wenigen Tagen seine Auslieferung verfügt. Das Gericht ließ sich laut Zagorec’ Verteidiger Gunther Gahleitner dabei auf keinerlei Beweiswürdigungen ein, sondern urteilte lediglich nach formalen Kriterien. Dass die Auslieferung noch nicht erfolgte, liegt ausschließlich an einer einstweiligen Verfügung der Straßburger Justiz, die vorerst bis 11. November gilt und die von Zagorec’ Anwalt Michael Dohr erwirkt wurde. Zagorec selbst kennt aus kroatischen und österreichischen Polizeiquellen mittlerweile sogar den Namen jenes Killers, der ihn in Haft liquidieren soll.

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PLUS: ,Waffen und Munition kamen aus Österreich‘ - Zagorec im NEWS-Interview