Polens Zuversicht vor dem Auftaktspiel:
"Hoffentlich sind Deutsche nicht so stark"

Beenhakkers Team hat große EURO-Ambitionen Kein Jammern über Auftaktspiel gegen Deutschland

Polens Zuversicht vor dem Auftaktspiel:
"Hoffentlich sind Deutsche nicht so stark" © Bild: Reuters/Pempel

Mit Respekt, aber ohne Furcht, fiebert Polen seiner EM-Premiere entgegen. "Wir sind zuversichtlich. Es wird hart für uns, aber auch für Deutschland", prognostizierte Trainer-Legende Leo Beenhakker für den Auftritt seines Teams gegen Deutschland am 8. Juni in Klagenfurt. Für Beenhakkers Mannschaft ist die Auftaktbegegnung gegen die DFB-Elf gleichzeitig eine Premiere: Zum ersten Mal werden die Polen bei einer Fußball-Europameisterschaft spielen.

Einen Favoriten für die Gruppe B, die von Österreich und Kroatien komplettiert wird, benannte Beenhakker jedoch nicht: "Es gibt keine Kleinen mehr. Wir haben alle große Ambitionen."

In Anbetracht der Lage zeigte der 66-jährige Niederländer auch Humor: "Natürlich hätte ich lieber gegen Andorra gespielt, aber die haben sich ja nicht qualifiziert." Kapitän Maciej Zurawski bezeichnete es angesichts der WM-Auftaktpleiten 2002 und 2006 "gegen die vermeintlich schwächeren Gegner Südkorea und Ecuador" als Vorteil, gleich zu Beginn einen "dicken Brocken" vorgesetzt zu bekommen: "Ich bin froh, dass unser erstes Spiel gegen Deutschland ist. Ich hoffe aber auch, dass sie nicht so stark sind wie allgemein erwartet."

Knapp zwei Wochen lang bereitet sich Polen in Südbaden intensiv auf die EURO vor. Beenhakker berief 27 Spieler für diese Vorbereitungsphase ein, um danach den 23-köpfigen Kader festzulegen. Vor allem von den beiden Länderspielen gegen Mazedonien und Albanien in Reutlingen verspricht sich der 66-jährige Niederländer entscheidende Aufschlüsse über Fitness und Form seiner Schützlinge.

Austria-Verteidiger Bak mit guten Karten
"Ich habe beide Partien bewusst direkt hintereinander gelegt, damit möglichst viele volle 90 Minuten spielen können", meinte Beenhakker. Nach diesem Doppel-Test wird er die Spreu vom Weizen trennen. Mit Austria-Verteidiger Jacek Bak hat auch ein Österreich-Legionär gute Karten auf einen Platz im EM-Kader.

Personell hat Polens Coach keine großen Probleme. Allein Linksverteidiger Grzegorz Bronowicki (Roter Stern Belgrad) bangt wegen einer Knieverletzung um seine endgültige Nominierung. Und der Wirbel um die Blitz-Einbürgerung des Brasilianers Roger Guerreiro scheint sich langsam zu legen. Beenhakker wollte den seit 2006/07 für Legia Warschau spielenden Mittelfeldmann unbedingt haben, weshalb dieser prompt vor der Bekanntgabe des ursprünglichen, 31 Profis umfassenden Kaders, einen polnischen Pass bekam. "Ich versuche, mich möglichst schnell ins Team zu integrieren", sagte Guerreiro.

(apa/red)

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