Playmobil weiterhin auf Erfolgskurs: 2010 Rekordumsatz von 507 Millionen Euro erzielt

68 Prozent des Umsatzes wird im Ausland erzielt Heuer kommen fast 100 neue Produkte auf den Markt

Playmobil weiterhin auf Erfolgskurs: 2010 Rekordumsatz von 507 Millionen Euro erzielt © Bild: EPA/ Dolega

Von der Ritterburg bis zum Puppenhaus: Playmobil findet seit Generationen den Weg in die Kinderzimmer. Dass dies nach wie vor der Fall ist, belegen die jüngsten Verkaufszahlen von Playmobil. 507 Millionen Euro erlöste das deutsche Familienunternehmen im vergangenen Jahr. Das entspricht einem Plus von sieben Prozent. "Damit haben wir mit Playmobil erstmals die magische Umsatzschwelle von 500 Millionen Euro überschritten", so Geschäftsführerin Andrea Schauer. Auch mit dem Gewinn sei sie zufrieden. Für Playmobil ist es das elfte Erfolgsjahr in Folge.

Mit acht Prozent Marktanteil ist Playmobil hinter Lego die Nummer zwei auf dem deutschen Markt. "Wachstumstreiber im deutschen Markt waren die Neuheiten, aber auch das unterjährige Geschäft hat stark angezogen", erläuterte Schauer. Traditionell erwirtschaftet die Spielwarenbranche rund 40 Prozent des Umsatzes in den letzten acht Wochen des Jahres. Zugpferde des vergangenen Jahres waren der Adventkalender sowie die neu eingeführten und mit technischen Raffinessen ausgestatteten Agenten. Rund 100 Millionen Figuren hat Playmobil 2010 produziert, insgesamt wurden bereits 2,4 Milliarden Stück hergestellt.

Wie schon im Vorjahr wurden 68 Prozent des Playmobil-Umsatzes im Ausland erzielt. Außer in England legten alle Auslandsgesellschaften zu. Die größten Zuwächse konnte Playmobil in Dänemark, Schweden, Norwegen und Finnland mit einem Umsatzplus von insgesamt 45 Prozent erzielen. Im größten Auslandsmarkt Frankreich betrug das Wachstum 5 Prozent. Die Preise im Ausland sollen um ein Prozent angehoben werden. Eine Preiserhöhung in Deutschland schloss Schauer aus.

Produktneuheiten sollen für weiteres Wachstum sorgen
Auch im kommenden Jahr will das Unternehmen im mittleren einstelligen Bereich wachsen. Die Erlöse der Brandstätter-Gruppe, zu der außer Playmobil noch der Pflanzentopfhersteller Lechuza gehört, stiegen um 7,9 Prozent auf knapp 560 Millionen Euro. Die Mitarbeiterzahl stieg auf 3.250, davon arbeiteten 1.780 in Deutschland. 2011 sollen in beide Marken rund 58 Millionen Euro investiert werden.

Zum Wachstum beitragen sollen im laufenden Jahr vor allem die 97 Produktneuheiten, die im Laufe des Jahres auf den Markt kommen sollen, um die starke Abhängigkeit vom Weihnachtsgeschäft weiter zu verringern. "Wir setzen hier auf Produkte, die weniger als 30 Euro kosten und die sich Kinder von ihrem Taschengeld selbst kaufen können oder die als Mitbringsel zum Geburtstag geeignet sind", sagte Schauer. Hierzu zählen Sammelserien mit Pferden oder Motorrädern und große Überraschungseier.

Wer etwas mehr in Playmobil investieren möchte, der kann sich bei den teureren Neuheiten, wie etwa einer Steinzeithöhle mit Mammuts und Säbelzahntigern oder der großen Abenteuerschatzinsel mit Piraten und "magischen" Münzen greifen.

(apa/red)