Günther Platter von

"Die Grünen haben Regierungsreife"

Der Tiroler Landeshauptmann schließt auch eine Kooperation im Bund nicht aus

Günther Platter © Bild: News/Herrgott Ricardo

Steife West-Brise für die Große Koalition in Wien. Landeshauptmann Günther Platter, der Tirol nun mit den Grünen regiert, empfiehlt auch der Bundespolitik im NEWS-Gespräch, „neue Wege” zu gehen. Vielleicht, so der mit den Grünen regierende Landeschef, findet man nach der Nationalratswahl eine „andere Regierungskonstellation”:

NEWS : Die Bundesländer werden zur politischen Avantgarde, Schwarz-Grün ist fast überall „in.”
Günther Platter : Wir sehen, dass die Bevölkerung politische Veränderungen wünscht. Dass nicht länger alles gleich bleibt. Wenn man so etwas spürt, muss man handeln. Wie in Tirol, darum die neue Regierungskoalition. Wir wollen auch inhaltlich neue Wege gehen und ideologische Hürden überwinden. Beispiel: die gemeinsame Schule. Es geht darum, dem Zeitgeist Rechnung zu tragen, den gesellschaftlichen Wandel zu sehen. Neue Wege auch in der politischen Auseinandersetzung: Schluss mit Streit, gemeinsam an den Problemen arbeiten, sowie Offenheit und Transparenz. Nur so sind Erfolge zu erzielen. Das betrifft auch die Bundespolitik oder das Auftreten in Brüssel.

NEWS : Neue Politik-Wege? Sind die beim Zustand von SPÖ und ÖVP denn möglich? Oder muss man nach der Nationalratswahl ganz Anderes probieren?
Platter : Das wird drauf ankommen, was machbar ist. Jedenfalls braucht die nächste Bundesregierung einen neuen Anstrich, frischen Wind! Indem man sich inhaltlich offensiv völlig neu ausrichtet – oder dass eine andere Regierungskonstellation gefunden wird, je nachdem was sich ausgeht.

NEWS : Sie koalieren in Tirol mit den Grünen, in Salzburg will die ÖVP auch mit Grün. Ist Grün staatstragend geworden?
Platter : Bei uns in Tirol haben sie absolut die Regierungs-Reife. Aber es gibt keinen Persilschein. Wenn ich mir etwa die Wiener Koalition ansehe, dort läuft nicht alles so rund, wie es sollte. Es kommt darauf an, welche Personen von Grün in künftigen Regierungen sitzen.

Die ganze Story finden Sie im aktuellen NEWS in Ihrem Zeitschriftenhandel oder als iPad-Version.

Kommentare

meisterproper
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hütet euch vor den Grünen,die wollen an euer Geld.

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Etwas das allen anderen natürlich vollkommen fremd ist, klar.
Wo haben wir denn bisher leben lassen?

Hermann Gugger
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Ich finde diese überhebliche Arroganz dieser so genannten Volkspartei zum kotzen. Ach ja die Grünen sind "regierungsfähig" na toll. Woher will der Platter das den wissen ? Nur weil sich die mit den Schwarzen ins Koalitionsbett gelegt haben ? Er hat einen Koaltionspartner der lästig sein wird, wo er nur kann. Siehe Wien

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Naja, als Schwarzer dürfte er sich, wenn überhaupt, wohl an Oberösterreich orientieren. Das mit Wien sagt er ja selbst, siehe letzter Satz.

christian95 melden

Diese "Arroganz" können sich SPÖ+ÖVP locker leisten. Wir wählen sie ja ohnehin immer wieder.

Ein ehemaliger, im Vorjahr verstorbener Politiker, sagte einmal beim Glaserl Wein: "Wir können machen was wir wollen, die Trotteln wählen uns eh immer wieder"; und stimmts nicht?

Wenig später dementierte er energisch so etwas je gesagt zu haben.

Dass der die Grünen so hochjubelt ist nichts besonders bei dem seinen schwarezn Charakter. Der hätte - um an der Macht bleiben zu können - mit dem Teufel seiner Großmutter auch koaliert!

Seit der Kaiserzeit gilt:
"Jeder Bürger muss an einem Tag mit dem Ochsenkarren die öffentliche Verwaltung erreichen können".

Daher haben wir heute, im Computerzeitalter, weiterhin über 99 Bezirkshauptmannschaften.

Bund und Länder produzieren jedes Jahr zig 1.000e Seiten neuer Gesetze und Vorschriften, die in Wirklichkeit niemand braucht.

Ersatzlos abschaffen sollte man längst diese Bundesländer.
80% der Gesetze kommen schon aus Brüssel, die restlichen 20% kann der Nationalrat für ganz Österreich regeln.

Das kleine Österreich leistet sich weiterhin 94 Regierungsmitglieder und über 770 Abgeordnete - zusätzlich zu Brüssel!

Die, die den ÖVP - Vorgaben zustimmen - Liftebau, Genossenschafter der Bauer u.s.w - sind immer die Richtigen, denn die Tiroler Grünen haben sich ja vollkommen von den vor den Wahlen "bekämpften" Missständen in Tirol verabschiedet.
Hauptsache in der Regierung und gutbezahlt....

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