Platini lobt Gastgeberländer: EM in Schweiz und Österreich machte Präsidenten glücklich

UEFA-Boss: "Geist des Turniers" ausgezeichnet Nettogewinn um fünf Prozent höher als noch 2004

Platini lobt Gastgeberländer: EM in Schweiz und Österreich machte Präsidenten glücklich © Bild: Reuters

UEFA-Präsident Michel Platini hat den Gastgeberländern Österreich und der Schweiz ein auszeichnetes Zeugnis ausgestellt. "Es waren zwei außergewöhnliche Länder, die geholfen haben, diese EM mitzuorganisieren. Sie sehen einen glücklichen Präsidenten", meinte der Franzose in Wien. Der "Geist des Turniers" sei ausgezeichnet gewesen, so Platini über das erste Fußball-Großereignis in seiner Ägide.

Bedanken wolle er sich "bei all jenen, die bei diesem wunderbaren Turnier mitgewirkt haben, in ersten Linie bei den Spielern und Trainern". Diese hätten ein positives Image in die Welt hinausgetragen. Vonseiten des europäischen Fußball-Verbandes sei man stolz auf das Bild, das wir in der Öffentlichkeit abgegeben haben. Laut UEFA-Geschäftsführer David Taylor sei die EURO 2008 auch ein finanzieller Erfolg gewesen.

56 Prozent mehr Einnahmen
"Die Einnahmen liegen um 56 Prozent höher als 2004. Aber auch die Kosten sind über diesen Prozentsatz hinaus gestiegen", meinte der Schotte. Der Nettogewinn für die UEFA würde um fünf Prozent höher liegen als vor vier Jahren in Portugal. Die Einnahmen liegen insgesamt bei 1,3 Milliarden Euro, 60 Prozent davon stammen aus TV-Geldern, 21 aus dem Marketing. Der finanzielle Gewinn wird laut Taylor wieder an die 53 Mitgliederverbände weitergegeben.

Auch laut EURO-2008-Chef Martin Kallen sei die UEFA "sehr zufrieden" mit dem Verlauf des Turniers. Vor allem in der Medienorganisation habe man nachgelegt. Diese sei laut Platini auch hervorragend gewesen. "Bis vielleicht auf ein Spiel, aber das ist bekannt", spielte der Europameister von 1984 noch einmal auf die Sendeausfälle im Halbfinale Türkei gegen Deutschland an.

Ein Wermutstropf sei laut Kallen die Situation mit den vielen auf dem Schwarzmarkt verkauften Tickets. "Das ist vielleicht der Preis des Erfolgs", meinte der Schweizer. Zweiter Kritikpunkt waren leere Plätze in Viertelfinalspielen. "Da war das Problem, dass die Verbände ihre (Ticket)Quote nicht rechtzeitig weggebracht haben. Das war ein Zeitproblem", urteilte Kallen. Zu überlegen sei nun, das Kontingent für die Länder wieder leicht zu reduzieren.

(apa/red)