Slowenien von

ÖSV-Skiflieger holen zum
Abschluss in Planica Rang zwei

Gastgeber Slowenien beim Weltcup-Finale ganz oben auf dem Podest

Manuel Fettner, Michael Hayböck, Stefan Kraft and Gregor Schlierenzauer © Bild: APA/EPA/Antonio Bat

Auch im fünften und letzten Teambewerb der Skisprung-Saison hat es für das ÖSV-Quartett nicht mit dem Sieg geklappt. Beim Weltcup-Finale in Planica gab es am Samstag so wie im Jänner in Zakopane den 2. Rang. Ganz oben auf dem Podest stand Gastgeber Slowenien. Jurij Tepes, Anze Semenic, Robert Kranjec und Peter Prevc holten 43,3 Punkte Vorsprung heraus. Turbulenter Wind ließ nur einen Durchgang zu.

Die ÖSV-Mannschaft von Cheftrainer Heinz Kuttin hatte nach den ersten zwei Springern - Stefan Kraft (226,5 m) und Michael Hayböck (225,5) - geführt. Manuel Fettner (204) und Gregor Schlierenzauer (195,5) erreichten vor 30.000 Zuschauern aber nicht die Weiten ihrer Rivalen Kranjec (225) und Prevc (218,5). Der zweite Rang der Österreicher war aber gut abgesichert, Platz drei ging 21,1 Punkte dahinter an Team-Weltmeister Norwegen.

Mehrere Unterbrechungen notwendig gewesen

Wechselnd starker Aufwind zwang die Jury zu mehreren Unterbrechungen und Anlaufänderungen. So wurden etwa Hayböck, der Bester seiner Gruppe war, 35,3 Punkte als Kompensation für sehr guten Aufwind abgezogen. Im Verlauf ließ der Aufwind nach, die Jury verlängerte um zwei Luken, doch auch Schanzenrekordler und Vortagessieger Prevc (248,5 m) gelang mit 218,5 m keine Topweite mehr. Für die Tagesbestweite hatte der als erster Slowene springende Tepes mit 237,5 m gesorgt.

Im Nationencup wird Österreich zum zweiten Mal seit 2005 nicht als Gewinner abschließen. 2013 war die ÖSV-Mannschaft auf dem zweiten Rang gelandet, diesmal gibt es den dritten Platz hinter Deutschland und Norwegen. Die Einzelwertung wird am Sonntag zwischen dem Deutschen Severin Freund und dem 44 Punkte zurückliegenden Lokalmatador Prevc entschieden.

ÖSV-Cheftrainer mit zweitem Rang sehr zufrieden

ÖSV-Cheftrainer Heinz Kuttin war diesmal auch mit dem zweiten Rang sehr zufrieden. "Denn wir haben besser aufgehört als wir diese Saison begonnen haben", erklärte der Kärntner. "Der zweite Platz geht in Ordnung."

Die Sprünge seien nicht mehr bei allen hundertprozentig top gewesen. "Wir haben gewusst, dass viel Aufwind am Vorbau war, was gefährlich werden kann. Da ist nicht mehr so frei gesprungen worden", sagte Kuttin.

In einer inoffiziellen Einzelwertung wäre Stefan Kraft hinter Jurij Tepes und vor Peter Prevc Zweiter geworden. Der Salzburger hatte seine Klasse auch schon im Probedurchgang bewiesen, als er seinen am Vortag fixierten persönlichen Rekord von 240 m egalisierte. Haybäck hatte seine Bestmarke im Probedurchgang am Freitag sogar auf 241,5 m geschraubt.

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