Rücktritt von

Buchmann-Rücktritt:
Nachfolge steht fest

"Fehler vor 17 Jahren wiegt schwerer als Leistungen in der Gegenwart"

Christian Buchmann © Bild: APA/Erwin Scheriau

Der steirisches Wirtschaftslandesrat Christian Buchmann (ÖVP) tritt zurück. In einer Aussendung am Dienstag teilte er mit: "Ich musste in den letzten Tagen zur Kenntnis nehmen, dass ein Fehler vor 17 Jahren schwerer wiegt als Leistungen in der Gegenwart und Ideen für die Zukunft." Er legt am 25. April sein Amt nieder. Buchmann war vor zwei Wochen sein Doktortitel wegen Plagiats aberkannt worden.

Buchmann wird bei der nächsten Landtagssitzung am Dienstag kommender Woche aus der Landesregierung ausscheiden. Er verwies in der Aussendung nach mehr als elfjähriger Tätigkeit als Landesrat auf eine Steigerung der steirischen F&E-Quote von 3,2 auf 4,8 Prozent des Bruttoregionalprodukts. Im Tourismus seien zuletzt mit vier Mio. Gästen und 12,4 Mio. Nächtigungen Höchstwerte erzielt worden.

Buchmann zufolge konnten durch "nachhaltige Strukturreformen im Wirtschafts- und Kulturressort trotz Sparkurs zusätzliche Mittel für Unternehmen und Kulturschaffende frei gemacht werden". Außerdem sei mit dem Ausbau von Atelierprogrammen und Auslandsstipendien auch die Internationalisierung steirischen Kulturschaffens vorangetrieben worden.

Weder Buchmann noch Landeshauptmann Hermann Schützenhöfer (ÖVP), der seinem Parteikollegen noch vergangene Woche den Rücken gestärkt hatte, waren vorerst telefonisch zu erreichen.

Niederösterreichs Landeshauptleute
© APA/Martin Hirsch

ÖVP-Klubobfrau Eibinger-Miedl wird Nachfolgerin

Die 37-jährige Barbara Eibinger-Miedl ist am Dienstag nach dem angekündigten Rücktritt von Christian Buchmann von der steirischen ÖVP als Nachfolgerin im Wirtschaftsressort ausgewählt worden. Die bisherige Klubobfrau ist seit 2010 Abgeordnete im Landtag und war davor vier Jahre im Bundesrat aktiv. Für LH Hermann Schützenhöfer hat sie bisher schon "großartige Arbeit geleistet".

Eibinger-Miedl wird künftig für Wirtschaft, Tourismus und Europbeziehungen in der steirischen Landesregierung verantwortlich sein.

Kommentare