Extremismus von

Plädoyers im NSU-Prozess können beginnen

Verteidiger verzichten auf weiteren Befangenheitsantrag

Mehr als vier Jahre nach Prozessbeginn kann die Bundesanwaltschaft im NSU-Verfahren vor dem Oberlandesgericht München mit ihrem Plädoyer beginnen.

Das teilte der Vorsitzende Richter Manfred Götzl am Dienstag mit, nachdem die Verteidigung der mutmaßlichen Rechtsterroristin Beate Zschäpe auf einen neuen Befangenheitsantrag verzichtet hatte.

Die Bundesanwaltschaft hatte angekündigt, etwa 22 Stunden für ihren Schlussvortrag zu brauchen. Vorgesehen sind dafür mehrere Prozesstage. Das Urteil im Prozess gegen Zschäpe und vier Mitangeklagte wird im Herbst erwartet.

Am Dienstagvormittag hatte das Oberlandesgericht zunächst die Anträge der Verteidigung auf Aufzeichnung des Plädoyers der Bundesanwaltschaft abgelehnt. Weder dem Wunsch nach einer Tonbandaufnahme noch dem Wunsch nach einer Aushändigung des Manuskripts oder einer Protokollierung werde gefolgt, teilte Götzl mit.

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