PISA-Institut gerät in die Schusslinie:
Parteien fordern mehr Transparenz in Bifie

Institut soll Rohdaten der PISA-Studie veröffentlichen BZÖ: "Interpretation der Studienergebnisse gekauft"

PISA-Institut gerät in die Schusslinie:
Parteien fordern mehr Transparenz in Bifie © Bild: APA/TECHT

Nach der Veröffentlichung der jüngsten PISA-Studie drängen die Parteien auf mehr Transparenz beim für die Testdurchführung zuständigen Bundesinstitut für Bildungsforschung (Bifie), heißt es in einem Bericht der "Presse". FPÖ, Grüne, BZÖ sowie "ein ÖVP-Vertreter" wollen demnach die Zahlungen des Bundes daran koppeln, dass das Bifie die Rohdaten der PISA-Studien öffentlich macht.

Offiziell will man diese Forderung in der Volkspartei jedoch nicht bestätigen, "das liegt in der Verantwortung der zuständigen Bildungsministerin" Schmied, hieß es auf APA-Anfrage. Die Leiterin der PISA-Studie, Claudia Schreiner, verwies darauf, dass die für die internationale Koordination der Studie zuständige OECD ohnehin zahlreiche Rohdaten online stelle. Eine von mehreren Parteien geforderte Veröffentlichung von Ergebnissen nach Bundesländern und Schulen sei aufgrund der Stichprobe aber nicht sinnvoll.

Bifie-Chef Günter Haider (im Bild) hatte nach der PISA-Publikation außerdem in einem Interview die Einführung einer Gesamtschule in Österreich empfohlen und damit der SPÖ, die seit Jahren für eine gemeinsame Schule der Sechs- bis 14-Jährigen eintritt, Argumentationshilfe geleistet. ÖVP und FPÖ-Bildungssprecher Rosenkranz erheben laut dem Artikel deshalb sogar den Vorwurf, dass die Interpretation der Studienergebnisse von Schmied "gekauft" bzw. "bestellt" sei.

Grünen-Bildungssprecher Walser tritt zwar selbst für die Gesamtschule ein, fordert aber, dass auch andere Bildungsforscher die Rohdaten erhalten, damit diese die Daten überprüfen und eventuell anders interpretieren können. BZÖ-Bildungssprecherin Haubner will zudem nähere Auskünfte darüber, welche Aufgaben das Bifie erfüllt und wie es sein Personal auswählt. Aus Sicht von SP-Bildungssprecher Mayer ist die Arbeit des Bifie bisher "soweit okay", diese sei jedoch der Regierung und dem Parlament "transparent zu machen und zu evaluieren".

(apa/red)

Kommentare

naja wers bis heute nicht mit dem Test kapiert hat - der soll solche studien erstellen. Meine Kinder lachen sich krumm- hat keinen einfluss auf Noten. daher vergiß es- ich geb meinen Kindern RECHT!-wertlose Prüfungen nien DANKE

Endlich endlich kommen einige Herrschaften drauf, dass der PISA Test überhaupt nicht den Stellenwert hat, den "Pseudoexperten a la Salcher vorgeben. Founder 29 hat in seinem Posting, eine Eliteschule und PISA Sieger in Shanghai erwähnt. Nun ist es jedem überlassen einen Vergleich mit einem Polytechnischen Lehrgang in Wien oder einer Sonderschule im Burgenland
(von beiden Schulen wurden deren Ergebnisse in der Pisastudie mitberücksichtigt) anzustellen.
PS: Vor 4 Jahren begann die Raunzerei mit schlechten Pisa Ergebnissen und für heuer wird eine Rekordzahl an neuen Maturaabsolventen erwartet.
Wie kann man wohl das interpretieren?

melden

Spiegelbild unserer Gesellschaft "Kind oder Karriere" die besser verdienenden, die intelligenteren haben weniger Kinder. Dies überläßt man der Unterschicht, den Zuwanderern.

Diese Fehlentwicklung wurde durch ein verrücktes destruktives Steuersystem verursacht.

Schauen wir mal wer bei uns am meisten Kinder hat und vergleichen wir das mit China. Dort ist es genau umgekehrt, die besser verdienenden haben 2 bis 3 Kinder, die einfachen Leute beschränken sich auf 1 Kind.

So hat die Region Shanghai im PISA Test gewonnen und Österreich ist unter den Allerletzten dabei.

Daher Totalumbau des Steuersystems
http://politik.pege.org/2010-manifest/

melden

Re: Spiegelbild unserer Gesellschaft Also das hat weniger mit dem Steuersystem als mit Disziplin und Konsequenzen zu tun. Wenn in China (speziell in dieser getesteten Eliteschule in Shanghai) sich ein Schüler nur das Geringste zu Schulden kommen lässt, wird es von der Schule verwiesen, und bekommt nur ganz schwer bis überhaupt keinen anderen Schulplatz. (bei uns ist Schustageln - bei den sozial unteren Schichten - ein beliebtes ohne Konsequenzen bleibendes Hobby geworden)
2.) Im Gegensatz zu uns wird in China schon in frühester Jugend ein für uns unvorstellbarer (um mich richtig zu verstehen von mir nicht gutgeheissener) Leistungsdruck ausgeübt.

Seite 1 von 1