Piraten des Supertankers wollen Lösegeld: Zahl der entführten Schiffe bereits bei 17

"Sirius Star" gilt als bisher größte entführtes Schiff PLUS: Noch weitere Schiffe vor Somalia gekapert

Piraten des Supertankers wollen Lösegeld: Zahl der entführten Schiffe bereits bei 17 © Bild: Reuters/Brandt

Die somalischen Piraten, die den saudi-arabischen Supertanker "Sirius Star" entführt haben, verlangen Lösegeld, damit sie ihre kriminelle Aktion beenden. Dies erklärte ein Mann auf dem arabischen Fernsehsender Al-Jazeera, der als einer der Piraten präsentiert wurde.

"Verhandler befinden sich an Bord des Schiffs und an Land. Sobald sie ihre Zustimmung zu dem Lösegeld gegeben haben, wird dieses in bar zum Tanker weitergeleitet", sagte der Mann, der von Al-Jazeera als Farah Abd Jameh vorgestellt wurde. Die Höhe des geforderten Lösegelds nannte er nicht.

Bisher größte Beute
"Wir stellen die Sicherheit des Schiffs sicher. Wir werden die Zählung des Geldes maschinell vornehmen", ergänzte der Pirat, der arabisch synchronisiert wurde. "Uns steht Ausrüstung zur Verfügung, um falsche Banknoten zu identifizieren", betonte er.

Die Piraten hatten zuvor mit ihrer Beute einen ihrer Schlupfwinkel erreicht. Das 330 Meter lange Schiff "Sirius Star" ging in der Nähe der Stadt Hobyo vor der Küste Somalias vor Anker. Die Seeräuber hatten den voll beladenen Tanker des saudischen Ölkonzerns Aramco, die bisher größte Beute, die Piraten jemals in die Hände gefallen ist, am Samstag in ihre Gewalt gebracht.

318 Millionen Liter Rohöl
Der Tanker hat nach Angaben aus Saudi-Arabien zwei Millionen Barrel (318 Millionen Liter) Rohöl mit einem aktuellen Marktwert von rund 100 Millionen US-Dollar (gut 79 Millionen Euro) geladen und war auf dem Weg in die USA. Entgegen bisheriger Praxis schlugen die Piraten nicht vor der somalischen Küste zu, sondern weiter südlich vor der Küste Kenias.

Die 25 Besatzungsmitglieder - zwei Briten, zwei Polen, ein Kroate, ein Saudi und 19 Philippiner - sind nach Angaben der saudischen Betreiber-Gesellschaft "Vela International Marine" unversehrt. (apa/red)