Piloten streiken bei AUA-Tochter Tyrolean:
25 Flüge der Regionalfluglinie gestrichen

Piloten der Airline befinden sich noch in Kurzarbeit Austrian Airlines wehrt sich gegen Betriebsrats-Kritik

Piloten streiken bei AUA-Tochter Tyrolean:
25 Flüge der Regionalfluglinie gestrichen © Bild: APA/Hochmuth

Der Zoff zwischen den Austrian Airlines und dem Bordpersonal der Tochter Tyrolean geht weiter. Die AUA wehrte sich gegen die Vorwürfe des Tyrolean-Betriebsrats, der die Piloten der Regionalfluglinie unfair behandelt sieht. Wegen der Tyrolean-Betriebsversammlung am Wiener Flughafen Schwechat mussten am Dienstag 25 Flüge der Regionalfluglinie gestrichen werden.

Kritisiert wird, dass die Piloten nach wie vor in Kurzarbeit seien, während bei der AUA expandiert werde. "Eine richtige Expansion gibt es nicht", entgegnete AUA-Sprecher Hehemann im Gespräch mit der APA.

Nachdem die unrentablen 50-sitzigen Maschinen der Tyrolean aus der Flotte genommen wurden, habe man mit dem Betriebsrat und der Gewerkschaft die Kurzarbeit selbst ausgehandelt, um Kündigungen zu vermeiden, sagte Hehemann. "Einfacher wäre es natürlich gewesen, den Piloten zu kündigen." Die Kurzarbeit werde Ende des Jahres in Teilzeitmodelle übergehen.

Außerdem soll es bei dem Streit auch darum gehen, dass Tyrolean-Piloten gemäß Vereinbarung keine Flugzeuge mit mehr als 110 Sitzen fliegen dürfen. Weil aber die alten Fokker-Flugzeuge des Regionalcarriers früher oder später ersetzt werden, wollen die Piloten eine Garantie, dass sie auch die Nachfolgeflotte fliegen dürfen, so Hehemann. Darauf möchte sich die AUA derzeit aber nicht festnageln lassen. "Die neuen Flugzeuge kommen in frühestens vier bis fünf Jahren, deswegen gibt es da auch noch keine Entscheidung."

(apa/red)