Philippinen von

Verheerende Sturzfluten

Zahl der Toten nach Unwetter auf über 440 gestiegen - Tropensturm im Süden des Landes

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    Soldaten und Ermittler untersuchen Leichen im Süden Mindanaos auf den Philippinen.

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    Die Marine verschifft unzählige Särge , der verheerende Sturm forderte bislang fast 1000 Todesopfer.

Die Zahl der Toten nach den schweren Überflutungen im Süden der Philippinen ist auf mindestens 440 gestiegen. Das teilten das Rote Kreuz und die philippinische Armee am Samstag mit. Durch einen heftigen Tropensturm waren große Gebiete überschwemmt worden. Am schwersten traf es die Hafenstädte Cagayan de Oro und Iligan auf der Insel Mindanao. 20.000 Soldaten rückten zur Katastrophenhilfe aus.

Der Sturm "Washi" traf die Region, die von schweren Unwettern in der Regel verschont bleibt, mitten in der Nacht. Das Fernsehen zeigte dramatische Bilder von Menschen, die aus Fenstern ihrer Häuser sprangen. Die meisten Tropenstürme treffen auf den Philippinen die am stärksten besiedelte Insel Luzon.

Der Bürgermeister der 100.000-Einwohner-Stadt Iligan, Lawrence Cruz, sprach von der "schlimmsten Flut in der Geschichte unserer Stadt". Eine Einwohnerin von Iligan schilderte, wie sie von ihrem Hausdach aus gemeinsam mit ihren Kindern die Zerstörung benachbarter Häuser mit ansehen musste. "Alle Häuser hinter unserem wurden zerstört", sagte sie. Viele ihrer Nachbarn gälten seither als vermisst.

Viele vom Unwetter überrascht
Einwohner und Behördenvertreter berichteten, das Unwetter habe am späten Freitag überraschend eingesetzt. Vielen Menschen sei es daher nicht gelungen, sich in Sicherheit zu bringen.

Nach Angaben der philippinischen Wetterbehörde zog der Sturm inzwischen in westlicher Richtung an der Nachbarinsel Negros vorbei. In der Nacht zum Sonntag könnte er demnach auf die Insel Palawan treffen.