Pflege-Fonds stärker beansprucht: Nach-
frage bei Angehörigen-Zuwendung steigt

Andrang: Von 803 auf knapp 3.000 Anträge gestiegen Projekt 'Urlaub & Erholung für pflegende Angehörige'

Pflege-Fonds stärker beansprucht: Nach-
frage bei Angehörigen-Zuwendung steigt © Bild: APA/Gindl

Die Zahl der pflegenden Angehörigen, die Zuwendungen aus dem Unterstützungsfonds erhalten, hat sich seit der Einführung dieser Möglichkeit fast vervierfacht. Sind es 2004 noch 803 Personen gewesen, die eine solche finanzielle Zuwendung erhielten, waren es bis Ende 2007 bereits knapp 3.000. Dies geht aus der Beantwortung einer parlamentarischen Anfrage der Grünen durch das Sozialministerium hervor.

Durchschnittlich beträgt die Höhe der Zuwendungen 1.200 Euro, geht aus der Anfragebeantwortung hervor. Am Pilotprojekt "Urlaub und Erholung für pflegende Angehörige" des Kriegsopfer- und Behindertenverbandes haben bis Ende September vergangenen Jahres 168 Personen teilgenommen. In 66 Fällen wurde der Urlaub gemeinsam mit den pflegebedürftigen Menschen verbracht. "Aufgrund der positiven Reaktionen wurde das Pilotprojekt bis 2008 verlängert", heißt es in der Anfragebeantwortung. Die Kosten für den 14-tägigen Erholungsurlaub betragen 868 Euro pro Person. Dabei müssen von der erholungsuchenden Person 20 Prozent des monatlichen Netto-Einkommens als Selbstbehalt getragen werden.

Seit 1. Jänner 2004 besteht die Möglichkeit, dass ein naher Angehöriger, der eine pflegebedürftige Person, der zumindest ein Pflegegeld der Stufe 4 nach dem Bundespflegegeldgesetz gebührt und an der Erbringung der Pflegeleistung wegen Krankheit oder Urlaub verhindert ist, eine Zuwendung erhält. Diese kann aus dem durch das Bundesbehindertengesetz eingerichteten Unterstützungsfonds für Menschen mit Behinderung bei Vorliegen einer sozialen Härte gewährt werden und soll als Zuschuss zu jenen Kosten zur Verfügung gestellt werden, um im Falle der Verhinderung dieser Hauptpflegeperson eine Ersatzpflege organisieren zu können.

(apa/red)