Fakten von

Pfingstverkehr - Polizei
verstärkt Verkehrsüberwachung

Sechs Verkehrstote im Vorjahr - Alle verfügbaren Beamten im Einsatz

Bei 464 Verkehrsunfällen sind im Vorjahr zu Pfingsten sechs Menschen getötet und 547 verletzt worden. Am kommenden Wochenende will die Polizei verstärkt gegen Raser, Drängler, Alkohol- und Drogenlenker vorgehen. Auf Motorradstrecken wird es gezielte Schwerpunkte geben. Alle verfügbaren Polizisten werden im Verkehrsdienst eingesetzt, berichtete das Innenministerium in einer Aussendung am Freitag.

Überwacht werden neben den Hauptverkehrs- und Transitrouten auch unfallträchtige Strecken, beliebte Ausflugsstrecken, der Nah- und Freizeitverkehr auch im untergeordneten Straßennetz sowie Orte, in denen Feste und anderen Veranstaltungen stattfinden. Die Beamten werden mit 2.500 Einsatzfahrzeugen, 350 Motorrädern und 100 Zivilstreifenfahrzeugen mit Videonachfahreinrichtung unterwegs sein. Dazu kommen 256 Radargeräte (davon 47 mit Lenkerfoto), acht stationäre und sieben mobile Section-Control-Anlagen, 1.247 Lasergeschwindigkeitsmessgeräte, elf Abstandsmess-Systeme. Im Einsatz stehen werden auch 75 Mopedprüfstände und 40 Rotlicht-Verkehrsüberwachungsanlagen ("Ampelradar").

Um gegen Suchtgiftlenker vorzugehen verfügt die Exekutive über 1.385 Alkomaten und 1.429 Alko-Vortestgeräte sowie neun Drogen-Vortestgeräte - je eines pro Bundesland. Während des Pfingstwochenendes 2017 wurden 69.015 Kraftfahrzeuglenker wegen Überschreitung der höchst zulässigen Geschwindigkeit beanstandet. 391 Fahrzeuglenker wurden wegen Trunkenheit am Steuer angezeigt und 226 Lenkern wurde der Führerschein oder Mopedführerscheine vorläufig abgenommen.

Eine IFES-Umfrage im Auftrag der Asfinag ergab erst kürzlich, dass jeder Dritte oft bis sehr oft erst während der Fahrt das Navigationsgerät einschaltet und das Ziel eingibt. Ablenkung ist die Hauptursache tödlicher Verkehrsunfälle. Die Asfinag rät, bei Urlaubsfahrten wie beispielsweise über Pfingsten auf jeden Fall das Ziel vor der Fahrt einzugeben. Die Umfrage ergab außerdem, dass Personen, die Technik im Auto nutzen, schneller unterwegs sind. So fahren etwa Navi-Nutzer im Schnitt mit 139 km/h, jene ohne Navi im Schnitt 131 km/h.

Kommentare