Pfingstreiseverkehr von

Verstärkte Kontrollen

Im Einsatz sind 2.500 Streifenwagen, 350 Motorräder und 100 Zivilstreifenfahrzeuge

Pfingstreiseverkehr - Verstärkte Kontrollen © Bild: APA/BMI/Weissheimer

Neben den befürchteten Staus wird die Polizei über das Pfingstwochenende verstärkt den Straßenverkehr überwachen. Ziel der Schwerpunktkontrollen ist es, die Zahl der Verkehrsunfälle zu senken und eine nachhaltige Verhaltensänderung bei den Verkehrsteilnehmern zu mehr Rücksicht und Verantwortung im Straßenverkehr zu bewirken.

Schwerpunktkontrollen gibt es auf den Hauptverkehrs- und Transitrouten sowie auf sensiblen Strecken, auf denen sich erfahrungsgemäß Verkehrsunfälle häufen. Darunter fallen Ausflugsziele, Motorradstrecken und der Freizeitverkehr auch im untergeordneten Straßennetz. Besonders kontrolliert wird in den Nachtstunden, in denen junge Menschen von Festen und anderen Veranstaltungen heimfahren.

Die Polizei setzt 2.500 Streifenwagen, 350 Motorräder und 100 Zivilstreifenfahrzeuge mit Videonachfahreinrichtungen ein. Dazu kommen 200 Radargeräte, 5 Section-Control-Anlagen, 1.200 Lasergeschwindigkeitsmessgeräte, 11 Abstandsmess-Systeme, 1.650 Alkomaten, 1.400 Alko-Vortestgeräte, 70 Mopedprüfstände sowie 30 Rotlicht-Verkehrsüberwachungsanlagen.

Unfallträchtiges Wochenende
Am Pfingstwochenende 2011 wurden bei 424 Verkehrsunfällen mit Personenschaden neun Menschen getötet und 587 verletzt. 2010 gab es sechs und 2009 neun Verkehrstote. In den Jahren 1996 und 2008 wurde mit jeweils fünf Verkehrstoten das günstigste Ergebnis seit Einführung der Verkehrsunfallstatistik im Bundesministerium für Inneres (1967) verzeichnet. Die Pfingstwochenenden mit den schlimmsten Unfallfolgen gab es 1979 (45 Tote) und 1984 (44 Tote).

Im vergangenen Jahr wurden am Pfingstwochenende fast 60.000 Kraftfahrzeuglenker wegen Überschreitung der höchst zulässigen Geschwindigkeit beanstandet. 724 Lenker wurden wegen Trunkenheit am Steuer angezeigt und 312 Lenkern wurde der Führerschein vorläufig abgenommen.