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Pfingsten: Kilometerlange Staus

Blockabfertigung vor Tauerntunnel. Sperre der Westautobahn nach schwerem Lkw-Unfall.

Lkw ist zwischen Allhaming und Sattledt aus unbekannter Ursache in einem Brückenbereich umgekippt und in Brand geraten. Die Polizei ging von einer mehrstündigen Sperre der Autobahn aus. © Bild: APA/FOTO-KERSCHI.AT/WERNER KERSCHBAUMMAYR

Der Pfingstreiseverkehr sorgt für Staus auf den Transitrouten in den Süden. Besonders belastet war am Samstag in der Früh die Tauernautobahn (A10) zwischen Bischoftshofen und Flachau, meldete der ÖAMTC. Dort gab es rund 15 Kilometer Stop-and-Go-Verkehr, schon kurz nach 5.00 Uhr seit die Blockabfertigung vor dem Tauerntunnel eingeführt worden.

Vor der Mautstelle St. Michael im Lungau betrug der Stau zu diesem Zeitpunkt bereits zehn Kilometer. Auch auf der Ausweichstrecke, der Katschberg Straße (B99), staute es vor einer Baustelle zwischen Untertauern und Tweng. Laut ÖAMTC dürfte sich die Situation im Laufe des Samstagvormittags noch verschärfen. In Bayern war die A8 (Verbindung München - Salzburg) abschnittsweise verstopft, vor dem Grenzübergang Bad Reichenhall kam es zu rund 30 Minuten Wartezeit.

In Tirol gab es vor allem auf der Fernpass-Strecke Überlastungen. Vor dem Grenztunnel bei Füssen wurde der Verkehr nur mehr blockweise abgefertigt, aber auch im weiteren Verlauf der B179 kam es immer wieder zu Verzögerungen.

Unterdessen war die Westautobahn in Oberösterreich zwischen Sattledt und Allhaming komplett gesperrt, nachdem ein Lkw in eine Brücke gekracht war. Die Polizei rechnete mit einer noch mehrere Stunden andauernden Sperre der Autobahn, der Verkehr wurde über die Welser Autobahn (A25) umgeleitet.

Sperre der Westautobahn in OÖ nach schwerem Lkw-Unfall

Die Westautobahn (A1) war Samstagvormittag nach einem Lkw-Unfall in Oberösterreich in der Früh in Fahrtrichtung Salzburg blockiert. Die Polizei richtete eine großräumige Umleitung ein. Sie ging von einer Sperre bis mindestens 15.00 Uhr aus. Da auch eine über die A1 führende Brücke beschädigt sein könnte, war vorerst ein noch längerer Zeitraum nicht auszuschließen.

WESTAUTOBAHN NACH LKW-UNFALL KOMPLETT GESPERRT
© APA/KERSCHI.AT/WERNER KERSCHBAUMMAYR

Der Unfall passierte gegen 5.20 Uhr im Gemeindegebiet zwischen den Abfahrten Allhaming und Sattledt. Der von einem 27-jährigen Tschechen gelenkte Lkw geriet nach rechts auf den Pannenstreifen und die angrenzende Wiese. Der Fahrer lenkte dagegen. So blieb das Schwerfahrzeug nicht stecken, sondern schleuderte über alle drei Fahrstreifen. Es prallte gegen die Mittelleitschiene aus Beton und wieder zurück. Schließlich stieß das Führerhaus gegen den Pfeiler einer über die Autobahn führenden Brücke am rechten Fahrbahnrand. Der Sattelschlepper kippte um. Er blockierte danach die gesamte Salzburger Richtungsfahrbahn. Obendrein begann er zu brennen. Die Flammen hüllten auch die Brücke ein.

Der Lenker und sein 53-jähriger Beifahrer, ebenfalls aus Tschechien, konnten sich unverletzt ins Freie retten. Als Unfallursache wird Sekundenschlaf vermutet. Die beiden hatten die Ladung - 23 Tonnen Milchprodukte - in Aspach im Bezirk Braunau am Inn abgeholt und waren damit auf dem Weg nach Spanien.

Die Feuerwehr Allhaming wurde um 5.34 alarmiert. Ihr Kommandant Ernst Rammelmüller beklagte, dass die Anfahrt um etliche Minuten verzögert wurde, weil die Autofahrer keine Rettungsgasse bildeten. Zur Brandbekämpfung musste eine halbe Stunde lang auch die Wiener Richtungsfahrbahn gesperrt werden. Das Feuer war rasch gelöscht.

Die Westautobahn wurde in Richtung Salzburg ab dem Knoten Haid gesperrt. Der Verkehr wurde über die Welser Autobahn (A25) und die Innkreisautobahn (A8) zur Auffahrt Sattledt umgeleitet. Da für die Autos, die hinter dem Lkw gefahren waren, kein Weiterkommen mehr möglich war, sorgte die Polizei dafür, dass sie auf der Autobahn umdrehten, anschließend wurden sie rund zehn Kilometer zurück bis zur Abfahrt Allhaming gelotst.

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