Pferdefleisch-Skandal von

Das Geständnis eines Fleischers

Kärntner gab Verwendung zu. Verteidiger: Kein Betrug, nur Konsumententäuschung.

Metzgerei © Bild: thinkstock.de

Irgendwann kommt es ja doch raus. Ein Kärntner Fleischereiunternehmer, der Würste mit nicht deklariertem Pferdefleisch produziert und verkauft hat, hat nun bei der Polizei ein Geständnis abgelegt. Der Fleischer gab zu, seit eineinhalb Jahren Pferdefleisch aus der Steiermark und aus Deutschland verwendet zu haben. Dies tat er - so sein Anwalt Franz Großmann - um die Qualität und den Geschmack der Würste zu verbessern. Zum Vorwurf des Betrugs ist der Fleischer nicht geständig.

Dies berichteten mehrere Medien online. "Niemand hätte gern Pferdefleisch gegessen", so Großmann. Daher verschwieg sein Mandant die Verwendung der Fleischsorte auf der Verpackung. Es handelte sich jedoch um "qualitativ hochwertiges Fleisch", daher sei den Konsumenten kein Schaden entstanden, ist der Anwalt überzeugt. Sein Mandant müsse sich allerdings vorwerfen lassen, die Konsumenten getäuscht zu haben.

Bis zehn Jahre Freiheitsstrafe

Die Staatsanwaltschaft prüft, welcher Tatbestand in dem Fall erfüllt sein könnte. Für Gabriele Lutschounig drängt sich etwa der Tatbestand des schweren gewerbsmäßigen Betrugs auf. Ob der Verdächtige dazu geständig ist, oder lediglich zugegeben hat, das Fleisch verwendet und nicht deklariert zu haben, konnte die Staatsanwältin nicht sagen. "Die Aussage liegt mir noch nicht vor." Auf schweren gewerbsmäßigen Betrug stehen ein bis zehn Jahre Freiheitsstrafe.

Anwalt Großmann: "Von Betrug kann nach unserer Ansicht keine Rede sein." Dafür hätte minderwertiges Fleisch verwendet werden müssen, oder sein Mandant einen erheblichen Kostenvorteil haben müssen - was alles nicht zutreffe.

Steirische Pasta-Sauce aus Verkauf genommen

Eine deutsche Handelskette hat am Samstag im Zusammenhang mit dem internationalen Pferdefleischskandal eine in der Steiermark produzierte Pasta-Fertigsauc aus dem Verkauf genommen. Wie das Unternehmen mitteilte, habe es selbst Untersuchungen in Auftrag gegeben, die bei einer Sauce Bolognese, die in der Obersteiermark hergestellt worden sei, Pferde-DNA nachgewiesen hätten.

Die deutsche Firma hat weitere Ermittlungen angekündigt, da erste Untersuchungen den Verdacht nahelegen, dass in der Pasta-Sauce nicht angeführtes Pferdefleisch enthalten ist. Da es sich um private Proben und Ergebnisse handelt, gingen zunächst keine Informationen an die zuständigen Stellen in der Steiermark.

Kommentare

Ignaz-Kutschnberger
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wird da auf Pferde untersucht...oder eh auch auf Hunde und Ratten auch??

bushmaster
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UND jetzt das Tischgebet und MAHLZEIT !!!!

antwort an 0815@er wird geschlossen aber ERST nach ladenschluss .spätestens wenn dann sich die kundenschlange aufgelöst hat !

Waren da beim ersten Interview nicht andere Töne zu vernehmen? Es würde sich schon bessern, wenn man den diesen kriminellen Herrschaften ein wenig in den A treten würde.

es gibt ja noch immer pferdemetzger-wer das mag kann es ja kaufen-jemand ein pferd unterzujubeln ist nicht ok und ich hoffe der laden wird geschlossen

bin schon lange kunde beim freitag !jetzt erklährt es sich warum die würste und der leberkäse weit und breit die besten sind !weil er statt altersschwachen rinder gesundes pferdefleisch mit verarbeitet hat !früher hat man sich beim max in der badgasse in klgft.um pferdefleisch oder ein gullasch zu bekommen antsellen müssen!

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