Salzburg von

Pensionist gesteht
drei Raubüberfälle

65-Jähriger aus Hallein wollte seiner finanziellen Not entkommen

Ein Salzburger Pensionist hat drei Überfälle gestanden.
© Bild: APA/SALZI.AT

Ein 65-jähriger Pensionist ist nach zwei Raubüberfällen auf eine Tankstelle und ein Lebensmittelgeschäft am vergangenen Freitag in Hallein noch am selben Tag festgenommen worden. Bei seiner Einvernahme gestand er auch einen dritten Überfall, den er genau vor einem Jahr auf eine Filiale der Hypobank in Hallein verübt hatte. Als Motiv gab der Mann seine finanzielle Notlage an.

Die drei Überfälle hatten eines gemeinsam: Der Halleiner hat sie jeweils an einem 3. Jänner verübt, und er trug auch immer Gaspistole bei sich. Verletzt wurde niemand.

Pensionist erbeutet nur wenig Geld

Finanziell ausgezahlt haben sich die Taten nicht. Bei dem Raubüberfall auf die Bankfiliale vor einem Jahr entkam der Pensionist mit einem kleinen Geldbündel, das neben einer Geldzählmaschine lag. Zuvor hatte er eine Angestellte mit der Gaspistole bedroht und "Geld her" geschrien. Die Frau zeigte aber keine Reaktion. So öffnete er selbst einige Laden im Schalterbereich, fand aber kein Geld. Schließlich schnappte er das Bündel neben der Zählmaschine. Laut Polizei handelte es sich um einen geringen Bargeldbetrag.

Gänzlich misslungen waren der zweite und dritte Überfall am 3. Jänner in diesem Jahr. Couragierte Frauen haben die Coups vereitelt. Als der mit einem Schal maskierte Mann versuchte, gegen 3.00 Uhr eine Tankstelle in Hallein auszurauben und einer Mitarbeiterin des Shops eine Gaspistole mit den Worten "sofort Kassa aufmachen" vorhielt, schlug ihm die Frau ein heißes Backblech auf seinen Kopf und seine Schulter. Die 40-Jährige hatte das Blech mit dem daraufliegenden Gebäck gerade aus dem Ofen geholt. Der Täter war von der Gegenwehr so überrascht, dass er sich ohne Beute aus dem Staub machte. Mit seinem Fahrrad fuhr der 65-Jährige in seine Wohnung zurück.

Frau vereitelt Überfall auf Lebensmittelmarkt

Weil er leer ausgegangen war, versuchte der Pensionist einige Stunden später erneut sein Glück. Er radelte gegen 13.15 Uhr zu einem Halleiner Lebensmittelmarkt, betrat das Geschäft und ging zur Kassa. Als eine Kundschaft zahlte und die Kassiererin die Kassenlade öffnete, drängte er die 50-Jährige zur Seite, zog ein paar Geldscheine heraus und flüchtete. Die Angestellte schloss sofort elektronisch die Geschäftstür ab und rief um Hilfe. Der Täter drückte die Tür aber gewaltsam auf und schlüpfte ins Freie.

Zwei Kundinnen und die Kassiererin rannten dem Flüchtenden nach und konnten ihn am Parkplatz vor dem Geschäft stoppen. Zwei Burschen eilten zu Hilfe und hielten den Verdächtigen so lange fest, bis die alarmierten Polizisten eintrafen und ihn festnahmen.

Die Beamten stellten bei der Personenkontrolle eine Gaspistole sicher. Anschließend wurde der Halleiner einvernommen. "Er hat ein umfassendes Geständnis abgelegt und gesagt, dass er Schulden hat", erklärte Polizei-Sprecher Michael Rausch heute, Montag. Der Beschuldigte wurde mittlerweile in die Justizanstalt Salzburg eingeliefert.

Kommentare

eigentlich ein gar nicht so abwegiger gedanke robotter-meine frühere nachbarin (89) wollte in ein betreutes wohnheim, konnte sich dies jedoch nicht leisten und es wurde ihr mitgeteilt, dass sie mit einer wartezeit von 5+ jahren zu rechnen hat-die arme dame konnte nur allein zuhause hocken und hoffen, dass jemand sich erbarmt und ihre einkäufe erledigt. irgendwann stürtzte sie die stiegen herunter und brach sich das knie, darauf hin kam dann ab und an so ein zivildienstler, aber *leben* konnte sie nicht

RobOtter

Das ist die richtige Taktik für Rentner!
Entweder der Überfall funktioniert, dann lebts sicht eine Zeit lang gut oder man wird erwischt. Dann gibts Miete und Verpflegung auf Staatskosten. Sonderbehandlung im Duschraum braucht man in dem Alter nicht mehr befürchten und im besten Fall ist man sowieso Haftunfähig.

wenn ich mir anschau was ein pensionist bekommt und welche ausgaben er hat, wage ich zu behaupten, dass wir bald rentner gangs zu fürchten haben-es ist hier nicht zu übersehen, dass alle der *beraubten* keine angst hatten-wäre ein 25 jähriger reingekommen, wärens umgefallen vor angst-der arme mann hatte evtl sogar ne gehhilfe oder sowas-mir tut der räuber leid

Seite 1 von 1