Pensionen von

Maximal 2,7 % mehr

Sozialminister Hundstorfer schließt stärkere Erhöhung im nächsten Jahr aus

Pensionen - Maximal 2,7 % mehr © Bild: APA/Hochmuth

Die Pensionisten müssen sich darauf einstellen, nur die von Pensionskommission empfohlenen 2,7 Prozent für nächstes Jahr zu bekommen, aber nicht mehr. Sozialminister Rudolf Hundstorfer (S) stellte am Rande einer Pressekonferenz fest, dass die Kosten für diesen Wert von gut einer Milliarde Euro - 810 Mio. für den ASVG-Bereich und 216 Mio. für die Beamten - budgetiert seien. Für mehr gebe es im Budget keinen Spielraum.

Aber auch weniger als die 2,7 Prozent werden es laut Hundstorfer nicht werden. Angesichts der gestiegenen Inflation wäre ein niedrigerer Wert für den Sozialminister "unklug und kontraproduktiv".

Trotzdem bekräftigte Hundstorfer das Gesprächsangebot an die Seniorenvertreter. Der Sozialminister deutete an, dass er sich eine stärkere Anhebung der niedrigen Pensionen und dafür eine geringere für die hohen vorstellen kann. Über Vorschläge der Senioren "im System" könne man reden. Vor den vom Seniorenrats-Präsidenten Karl Blecha (S) angedrohten Protesten der Senioren fürchtet sich Hundstorfer nicht. Man werde einen "konstruktiven Dialog" führen.

Vorsichtige Zustimmung von Khol und Blecha
Blecha und Andreas Khol reagierten vorerst wohlwollend, kündigten aber Zusatzforderungen an. Blecha wertete es als "ersten Erfolg", dass die Kommission die 2,7 Prozent anerkannt hat. "Es war nicht immer so, dass die Kommissionsempfehlung außer Streit stand." Der Präsident des SPÖ-Pensionstenverbandes bezeichnete die Wertsicherung der Pensionen "als sozial- und wirtschaftspolitisch unerlässlich". Khol will sich "mit einer gewissen Dankbarkeit" an die empfohlenen 2,7 Prozent für alle Pensionen halten, schließlich bedeute dies erstmals nach zehn Jahren eine Wertsicherung für alle Pensionsbezieher. Sowohl Khol als auch Blecha verweisen darauf, dass es sich dabei nur um eine Abgeltung der zurückliegenden Inflation handle und nicht um eine reale Erhöhung.

Beide Seniorenvertreter haben aber für die bevorstehenden Verhandlungen mit der Regierung zusätzliche Wünsche. Auf die von Hundstorfer angedeutete Möglichkeit einer stärkeren Anhebung der kleinen Pensionen und einer geringeren für die höheren, wollte Blecha nicht konkret eingehen, Khol lehnt diese Variante ab. Der Obmann des ÖVP-Seniorenbundes fordert angesichts der hohen Inflation zusätzliche Schritte der Armutsbekämpfung für die Bezieher kleiner Pensionen. Khol erhofft sich dafür Vorschläge von Hundstorfer. Blecha hat für die Verhandlungen mit der Regierung schon "eine Reihe von Punkten" vorbereitet - unter anderem will er die heute vom Verfassungsgerichtshof bestätigte Streichung des Alleinverdiener-Absetzbetrages thematisieren.

Kritik übt der ÖVP-Seniorenbund-Chef daran, dass die Kommission neuerlich keine konkreten Reformempfehlungen zu strukturellen Maßnahmen beschlossen hat. "Ärgerlich und in dieser Form nicht hinzunehmen" ist für Khol auch, dass es immer noch keine Prognose über die Entwicklung der Beamtenpensionen gibt.

Gespräche vor Start
Die Gespräche mit den Seniorenvertretern sollen nächste Woche beginnen. Dem Vernehmen nach sollen sie Mitte November mit einer Runde unter Beteiligung der Regierungsspitzen abgeschlossen werden.

Kommentare

Das alte \"Spiel\" Na super, jetzt geht DAS wieder los! Erst bekommen alle nicht viel, dann die "kleinen Pensionen" ein bisschen mehr und die "hohen" Pensionen nichts. Das geht nun seit Jahren so und die "hohen" Pensionen sind keine solchen mehr (falls sie es je waren, denn was die Herren Politiker als hohe Einkommen bezeichnen, dafür würden sie nicht einen Finger krumm tun!).

humanicos melden

Pension Darum heisst er auch "Sozialminister"!!!! Aber für die oberen Beamten haben wir 13%!!!!!!!!Für die Banken sind noch einige Milliardärchen vorrätig (lt.Feckter). Für den ORF ist auch genug da! Auch für Griechenland ist genug da! Aber für die blöden Pensionisten haben wir kein Geld.

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Re: Pension ich bin auch Beamter im Bundesdienst, aber den Blödsinn, dass wir 13% bekommen stimmt nicht. die Gehaltsverhandlungen haben ja nicht mal bekommen. und Politiker sind keine Beamte!!! Als ich in den 80er Jahren beim Bund angefangen habe wurde ich ausgelacht warum ich um das Geld überhaupt arbeiten gehe, da hatten Freunde in der Privaten um einiges mehr als ich. Und ich stand kurz vor meinem ersten Kind!! Jetzt geht’s mir kurz vor der Pension super. !!!

weg mit ihm.... der alte sack mit ministergehalt gehört entsorgt!!!!!!schon heuer hatten wir eine höhere Inflation und demzufolge ein kaufkraftminus.Ich wäre für FREITAGDÄMOS solange bis sie weich werden.
Österreichweit.

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