Pelzgegner schlugen 15 Schaufenster ein: Vandalenakt in Wiener Bekleidungsgeschäft

"Pelz ist Mord" an Hauswand in Meidling gesprüht

Eine Kleider-Bauer-Filiale in der Meidlinger Hauptstraße ist in der Nacht auf Freitag Opfer von Pelzgegnern geworden. Um 2.30 Uhr schlugen zwei Männer - mit einer schwarzen Haube maskiert - alle fünfzehn Schaufensterscheiben des Bekleidungsgeschäftes ein, sagte die Sprecherin von Kleider-Bauer, Marjan Firouz. Zusätzlich sprühten die beiden die Worte "Pelz ist" und "Mord" links und rechts vom Eingang an die Hausmauer in Wien-Meidling.

Der Besitzer des gegenüberliegenden Lokals beobachtete den Vorfall und rief die Polizei. Das dadurch offen zugängige Geschäft wurde bis zu Geschäftsbeginn um 9.00 Uhr von Wachleuten gesichert. Ob Waren gestohlen wurden, konnte Firouz nicht sagen.

Die Polizei wie auch das Unternehmen vermuten hinter der Zerstörung Tierschützer, sagte die Sprecherin. Zu dieser Auffassung komme man "wegen des Wortes 'Pelz' an der Wand", und weil die Filiale bereits seit längerer Zeit jeden Samstag Schauplatz von demonstrierenden Tierschützern sei. "Keine Hinweise" gebe es, "welche Gruppierung konkret dahinter steht", sagte ein Sprecher des für den Fall zuständigen Landesamts für Verfassungsschutz und Terrorismusbekämpfung (LVT) im APA-Gespräch.

Zusätzlich zur Polizei musste wegen Einsturzgefahr der Scheiben und einer damit verbundenen Gefährdung der Passanten die Feuerwehr gerufen werden, erzählte Firouz. Zahlen zum Schaden gibt es bisher nicht.

(apa/red)