Fakten von

Frankie goes to Peinlichkeit

Peter Pelinka © Bild: News

Keine Frage: Frank Stronach kann etwas. Sonst hätte er nicht (freilich nicht allein) den Autozulieferkonzern Magna aufbauen können, einen der größten der Welt. Übrigens mit zeitweiliger Hilfe des kanadischen Staates (der also auch nicht immer nur hinderlich ist). Er hat auch in Österreich viele Arbeitsplätze geschaffen, dafür zu Recht auch öffentliche Förderungen kassiert (Bürokratie ist eben auch nicht immer böse). Und er hat fürstlich verdient, allein fast eine Milliarde Dollar 2011, beim Abschied von Magna.

Einen (kleinen) Teil dieser Milliarde hat er in seinen zweiten Einstieg in die Politik investiert, in die österreichische. Der erste in Kanada ging daneben: „Frank“ hatte dort 1988 vergeblich für die Liberale Partei kandidiert. In Österreich war er bekanntlich anfangs erfolgreicher: Das „Team Stronach“ bekam bei der Nationalratswahl 2013 5,9 Prozent der Stimmen und elf Mandate. Zwar weit weniger als gedacht, aber immerhin. Die elf Stronachianer, ein Großteil in anderen Parteien gescheitert, sind nun auf sieben geschrumpft. Ihr Kapitän ging bereits nach drei Spielen vom Platz, seine Stellvertreterin (von ihm zur kommenden Kanzlerin gekürt) wechselte nun gar das Team. Er selbst spazierte im „ORF Sommergespräch“ mit einem bewundernswert beherrschten Hans Bürger an der Grenze zur Peinlichkeit, meist überschritt er sie. Immer mehr erinnert er an Richard Lugner oder – eine Kategorie monströser – an Donald Trump: egozentrische Millionäre ohne Schamgefühl, die glauben, dass Geld alles kaufen kann, auch ihnen selbst politische Erfahrung und persönliche Glaubwürdigkeit.

Stronach hat im ORF an ein anderes Engagement erinnert, jenes im hiesigen Fußball. Es stimmt, er hat Austria Wien eine Zeit lang finanziell abgesichert, „wir“ wurden in dieser Ära zweimal Meister (bald nach seinem Abschied wieder) und viermal Cupsieger. Aber auch da ist er an sich selbst gescheitert: Es wäre viel mehr möglich gewesen, hätte er nicht selbstherrlich Trainer und Berater gewechselt: Jogi Löw, Weltmeistertrainer der Deutschen, war ihm zu wenig „glamourös“. Und der von ihm als Generalmanager geholte Toni Polster bekam bald darauf Stadionverbot.

Kommentare

Krawuzikabuzi2

Versuchen sie vielleicht mit ihrer engsichtigen Meinung die Leute zu manipulieren ??????

Krawuzikabuzi2

Ich wusste nicht das sie Herr Pelinka Hellseher sind....(.Es wäre viel mehr möglich gewesen, hätte er nicht selbstherrlich Trainer und Berater gewechselt: Jogi Löw, Weltmeistertrainer der Deutschen, war ihm zu wenig „glamourös“.)
Oder wollen sie allen Ernstes die deutsche Nationalmanschaft mit der Austria vergleichen?????

Seriöser Journalismus geht anders. Stronach's Erfolge werden relativiert und irgendwelche Misserfolge werden suggeriert (mit Löw wäre die Austria sicher erfolgreich gewesen,..). Kronenzeitung Niveau, Herr Pelinka.

Krawuzikabuzi2

Peinlich ist nur wie einseitig und subjektiv ihr Bericht ist Herr Pelinka !

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