Peinliche von

Vaclav Klau(s)

Tschechischer Präsident klaute sich bei Staatsbesuch einen Kuli

Der tschechische Präsident Vaclav Klaus, seit 2003 im Amt, ist in seiner Heimat als rechtschaffener Professor, unermüdlicher EU-Kritiker und engagierter Kämpfer für Recht und Ordnung bekannt. Bei einem Staatsbesuch in Chile nahm er es mit Letzterem allerdings nicht so genau: Vor laufenden Kameras ließ er ungeniert einen Kugelschreiber in seiner Sakkotasche verschwinden. Wahnsinnig geschickt hat er sich dabei vor laufender Kamera allerdings nicht angestellt, wie das Video oben beweist...

Klaus spielte zunächst mit dem noblen Schreibutensil auf dem Tisch. Dann wandert die rechte Hand des Präsidenten mit der Feder unter den Tisch - und gleichzeitig auch seine linke Hand, mit der er sie dann offenbar in seine Sakko-Tasche steckte. Mit beiden leeren Händen knöpfte er sodann das Sakko zu und legte seine Hände nacheinander wieder auf den Tisch - ohne den Schreiber.

Sprecher: "Üblich bei Staatsbesuchen"
Präsidentensprecher Radim Ochvat bestritt nicht, dass Klaus sich die Füllfeder angeeignet hat. "Es handelt sich um eine übliche Feder mit dem Logo des Staates oder der Präsidentschaftskanzlei, die die Präsidenten sowie die Delegationsmitglieder bei Staatsbesuchen bekommen. Auch wir auf der Prager Burg schenken Gästen immer derartige Schreiber mit einem Arbeits-Notizbuch", sagte Ochvat. Es sei "schade", dass das Tschechische Fernsehen sich im Laufe der neuntägigen Lateinamerika-Reise des Präsidenten "nicht so fleißig auch seiner eigentlichen Arbeit gewidmet hat", so der Sprecher.