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Die peinlichsten Momente der EM 2016

Zuletzt sorgten Ballett-Boateng und Trippel-Zaza für Gelächter

Ronaldo © Bild: YouTube/Montage

Peinliche Momente gab es bei den bisherigen Spielen der Europameisterschaft 2016 schon zur Genüge. Hier kommt unser persönliches Fremdschäm-Ranking.

12. Botaeng-Ballett

Beim Spiel Deutschland - Italien verschuldete Jerome Boateng nicht nur den Handelfmeter zum 1:1 - er löste auch auf sozialen Medien einen Wettkampf um das beste Witzbild aus. Dabei war weniger der verpatzte Elfmeter Thema als seine ungewollt elegante Pose bei einem Kopfballduell, die an eine Balletttänzerin erinnert.

11. Contes Freuden-Aua

Schmerzhaftes Hoppala des italienischen Trainers: Beim 1:0 seiner Mannschaft zoomte die Kamera direkt auf Antonio Conte. Das minutenlange Feiern mit seinen Kollegen auf der Spielerbank dürfte wohl zu stürmisch gewesen sein. Der aufgelöste Trainer hat sich die Nase verletzt und verwandelte den Spielfeldrand in eine "Bluatwiesn". Doch keine Grund zur Sorge: Als Conte mit blutigem Taschentuch an der Nase gefilmt wurde, musste er selber schon wieder lachen.

10. Trikotgate

Dieser peinliche Moment hat auch mit einem Trikot zu tun: Die Shirts der Schweizer rissen im Spiel gegen Frankreich schneller, als Ersatzleiberl bereit gestellt werden konnten. Xherdan Shaqiri witzelte: "Hoffentlich macht Puma keine Pariser." Sorgte auch für Unterhaltung: Beim EM-Spiel der Schweiz gegen Frankreich ist einer der Bälle von Adidas geplatzt. "Ein solcher Vorfall ist extrem selten", wudnerte sich Adidas-Sprecher Oliver Brüggen - der aktuelle EM-Ball namens "Beau Jeu" sei nach dem meist getesteten Ball in der Geschichte des Unternehmens entwickelt worden.

9. Abgeblitzt

Aron Gunnarsson spielt in Englands zweiter Liga und wollte seine vielleicht einzige Chance, gegen Cristiano Ronaldo zu spielen, nutzen, um dessen Trikot nach dem Spiel zu ergattern. Doch Ronaldo wollte nicht - er behielt sein Leiberl. Enttäuscht vom 1:1 sagte er: "Sie haben gefeiert, als hätten sie die EM gewonnen oder so. Das zeugt von einer kleinen Mentalität."

Fragt sich nur, für wen dieser Vorfall peinlicher war - für Gunnarsson oder doch viel eher für Ronaldo? Die Engländer nahmen es jedenfalls mit Humor und schenkten ihrem Gunnarsson einfach ein gefälschtes Trikot und posierten damit.

8. Das nordirische Eigentor

Ausgerechnet ein Eigentor hat das Achtelfinale zwischen Wales und Nordirland entschieden. Unglücksschütze war der nordirische Verteidiger Gareth McAuley, der den Ball nach einer Flanke von Superstar Gareth Bale zum entscheidenden 0:1 über die eigene Torlinie beförderte. Doch das ist längst vergessen - nicht zuletzt dank der verrückten Fans, die sich viele Freunde in Frankreich gemacht haben.

7. Ängstlicher Ronaldo

Auch Ronaldo blamierte sich beim Elfmeter im 0:0-Spiel Portugal gegen Österreich. Er traf "leider" nur die Stange und vergab auch noch mindestens fünf weitere Gelegenheiten. "CRZero" (CRNull), titelte etwa die brasilianische Zeitung "Globo". Ronaldo sagte nur: "So ist Fußball. So haben wir uns das nicht vorgestellt." Jene Pose, die in das letzt Boateng-Meme oben montiert wurde, sorgte nach dem Spiel für Spott im Netz. Ronaldo sieht dabei aus, als hätte er Angst vor einer Maus/Biene/Handtaschendieben...

6. Der Torlieger

Italiens Torhüter Gianluigi Buffon sprang nach dem Auftaktsieg gegen Belgien vor Freude an die Latte des Tors - und landete auf dem Boden. "Die Latte war rutschig und ich konnte mich nicht festhalten", erklärte Buffon das Missgeschick.

Cool: Als Italien dann Schweden besiegte, zeigte er, dass er es besser kann, und sprang erfolgreich an die Latte: "Ich musste einen zweiten Versuch wagen. Ich wollte beweisen, dass es eine unglückliche Episode war."

5. Zuerst Brexit dann EMxit

Zuerst wollten die Briten nicht mehr in der EU sein, dann nicht mehr bei der EM mitspielen, witzelten die User nach einer Riesenblamage der Engländer gegen den Außenseiter Island(2:1).

4. Cathy Hummels

Die Ehefrau von Mats Hummels ist in Sachen Peinlichkeit kein unbeschriebenes Blatt: Schon bei der Fußball-Weltmeisterschaft 2014 in Brasilien schmiss sie sich mit voller Wucht in jedes nächstgelegene Fettnäpfchen. Auf Spuren von Brasiliens Kultur machte sie sich bei Starbucks auf die Suche nach ihrem Lieblingsgetränk "Soja-Latte". Auch mit Aussprüchen wie "Ronaldo hat rasiertere Beine als ich", blieb sie im Gedächtnis.

Bei der EM 2016 sorgen ihre Tipps als "Beauty-Expertin" für Hohn im netz. So verriet sie auf einer Homepage, was ihrer Meinung nach beim "diesjährigen EM-Look nicht fehlen darf".

Hummels
© Hummels

Weil sie den Vorrunden-Gegner Polen als "Überraschungsgegner der EM" bezeichnete und für das Spiel zu einem starken Augen-Make-up in "bläulich schwarz und ein bisschen Smokey" riet, schob die Netzgemeinde das erfolglose Null zu Null kurzerhand Cathy in die Schuhe.

Auch gut: Etwas später postete Hummels ein Foto von sich, das sie mit "Toller Tag heute in Paris" kommentierte. Nur blöd, dass darauf deutsche Straßenschilder und Autos mit deutschen Kennzeichen im Hintergrund zu sehen waren.

3. Paris. Die Frisur sitzt

Dem türkischen Nationalspieler Ozan Tufan war im Spiel gegen Kroatien seine Frisur wichtiger als alles andere.

2. Trippel-Elfer

Den Vogel in Sachen Elfer-Patzer hat aber Simone Zaza abgeschossen. Bei dem nervenaufreibenden Spiel Italien - Deutschland hatte sich Trainer Antonio Conte den Stürmer extra als Joker aufgehoben. Unnötig zu erwähnen, welcher Druck auf dem Spieler lastete. Und dann: Ein Anlauf, der dem Tormann das Fürchten lehren sollte, im Endeffekt aber zu einer weltweiten Lachnummer avancierte.

1. Der Löw'sche Finger

Was passiert, wenn der Löw an seinem Jogi (und noch woanders) riecht, hat fast jeder gesehen. Aber der Vollständigkeit halber hier nochmal das Video, für das sich der deutsche Trainer im Nachhinein sogar entschuldigte: "Die Dinge passieren, das kann man irgendwie nicht bewusst wahrnehmen. Ich versuche, mich anders zu verhalten."

© Video: Zoomin

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