Payer und Bazina sicherten "Zittersieg": Angstgegner SCR Altach knapp bezwungen

Mario Bazina sorgte mit Elfmeter-Tor für Entscheidung Nach 1:0 sind Wiener "heimliche Tabellenführer"

Payer und Bazina sicherten "Zittersieg": Angstgegner SCR Altach knapp bezwungen

Der SK Rapid Wien kann beim SCR Altach doch gewinnen. Nach zwei Niederlagen in der vergangenen Saison setzten sich die Wiener im Nachtragsspiel der 3. Runde der T-Mobile Fußball-Bundesliga in der Cashpoint-Arena vor 7.100 Zuschauern knapp mit 1:0 (0:0) durch. Mario Bazina sorgte mit einem Elfmeter für die Entscheidung (61.).

Der SK Rapid Wien befindet sich nach dem Aufstieg in die zweite UEFA-Cup-Qualifikationsrunde auch in der T-Mobile Fußball-Bundesliga auf der Erfolgsstraße. Nach dem knappen 1:0-Auswärtssieg bei "Angstgegner" SCR Altach sind die Wiener gar "heimlicher Tabellenführer". Die Truppe von Peter Pacult ist nach drei Spielen mit sechs Punkten zwar nur Fünfter, hat aber noch das Nachtragsspiel aus der vierten Runde gegen den SK Austria Kärnten im Hanappi-Stadion vor sich.

Goalie Payer
Die Wiener, die in der vergangenen Saison beide Spiele in Altach verloren hatten, durften sich vor allem bei Goalie Helge Payer bedanken, der seine Elf in der 34. Minute mit einem parierten Elfmeter von Karsten Hutwelker vor einem Rückstand bewahrte. "Bei einem Elfer hat der Tormann nichts zu verlieren", sagte Österreichs Nationalteam-Keeper. "Bis auf ein Tor habe ich in den wenigen Spielen bis jetzt meine Leistung gebracht. Es geht wieder bergauf", ist Payer zufrieden.

Der Strafstoß des 35-jährigen Deutschen war allerdings auch sehr zentral und damit schwach geschossen. "Ich hatte schon ein schlechtes Gefühl wie er zum Elfmeter hingegangen ist", gab Altach-Coach Manfred Bender nach der Partie zu. Hutwelker, der zuvor mit einem Doppelpack noch im Alleingang den 2:1-Heimsieg gegen Wacker Innsbruck sichergestellt hatte, sei von Beginn an müde gewesen. "Ich habe schnell gesehen, dass es nicht sein Spiel wird", so Bender. Deshalb ließ der Ex-Bayern-München-Spieler seinen Toptorschützen (drei Treffer) auch zur Pause in der Kabine.

11-Meter-Chance genutzt
Die Rapidler ließen sich ihre Elfmeterchance demgegenüber nicht entgehen, Mario Bazina schoss nach einem unglücklichen Schoppitsch-Foul an Erwin "Jimmy" Hoffer trocken zum 1:0 ein (61.). "Es war wichtig für mich, endlich das erste Saisontor zu schießen", war der "Goldtorschütze" erleichtert. Der Sieg sei für die ganze Mannschaft wichtig gewesen. "Wir sind auf einem Erfolgsweg", jubelte der Kroate. Trotz einiger Unsicherheiten in der Defensive blieben die Wiener mit sehr viel Glück zum zweiten Mal in Folge ohne Gegentreffer.

Trotz des im Juli vorherrschenden "3-Tages-Spielrhythmus" schenkte Pacult wieder der siegreichen Elf vom UI-Cup-Drittrunden-Duell mit Rubin Kasan (0:0) das Vertrauen, verzichtete daher auf das Rotationsprinzip. "Es war schwierig für uns, da wir den ganzen Juli im 3-Tages-Rhythmus gespielt haben. Ich bin mit den drei Punkten sehr zufrieden", resümierte der Wiener.

Erstmals in dieser Saison gab Pacult auch U20-WM-Teilnehmer Hoffer eine Chance. Der 20-jährige Stürmer wurde in der 57. Minute für Bilic eingewechselt, holte keine vier Minuten später gleich den entscheidenden Elfmeter heraus und wirbelte die Altacher Abwehr vor allem in der Schlussphase gehörig durcheinander. Der vom deutschen Bundesligisten Herta BSC umworbene Veli Kavlak kam hingegen nicht zum Einsatz. (apa)