Paul Scharner bereut den Team-Rücktritt:
Wigan-Legionär gesteht einen Fehler ein

"Vielleicht können wir die Probleme noch ausreden" Reicht dem Teamchef die Hand zur Versöhnung

Paul Scharner wird wohl auch für die Spiele gegen die Schweiz und die Elfenbeinküste (13. und 17. Oktober) nicht im Kader von Josef Hickersberger stehen. Vielleicht lässt sich der Teamchef aber erweichen, denn der Wigan-Legionär zeigt erste Anzeichen von Reue.

Nach seinem Team-Rücktritt im August 2006 nach der Heimniederlage gegen Ungarn schien ein baldiges Comeback ausgeschlossen. Diesen September hat sich der 27-jährige Niederösterreicher aber wieder ins Spiel gebracht.

Paul Scharner hatte sich über seine Website für ein Team-Comeback bereit erklärt, aber der Teamchef erteilte ihm eine Abfuhr: "Wenn ich zu einer Entscheidung gekommen bin, dann stehe ich dazu." Nun gestand der Wigan-Legionär in einem Interview mit der Zeitung "Heute" ein, damals einen Fehler gemacht zu haben: "So wie der Rücktritt passiert ist, war es ein Fehler." Er gibt an, dass ihn das Schicksal der Nationalmannschaft nicht kalt lasse und er helfen wolle. Besonders beim eklatanten Offensiv-Problem könne er Akzente setzen: "Da könnte ich sicher helfen. Ich kann aber nur die Tür aufmachen, wer durchgeht weiß ich nicht."

Nun liegt es am Teamchef, eine Verständigung mit Paul Scharner zu finden. Zwar hat dieser schon abgewunken, aber Scharner gibt sich trotzdem versöhnlich: "Ich verstehe zwar nicht, warum ein Prinzip wichtiger ist als die EM, aber ich akzeptiere seine Entscheidung. Ich bin ihm auch nicht böse. Vielleicht können wir die Probleme noch ausreden."

(red)