Fakten von

Paul Ryan will Trump
nicht mehr verteidigen

Vorsitzender des Abgeordnetenhauses geht auf Distanz

Nach dem Skandal um sexistische Äußerungen von Donald Trump will der Vorsitzende des US-Abgeordnetenhauses, Paul Ryan, nicht mehr das Wort für den republikanischen Kandidaten ergreifen. Das sagte Ryan in einem Telefonat mit Abgeordneten, wie der Sender MSNBC und "Politico" berichteten.

Ryan erklärte demnach, er wolle Trump nicht mehr verteidigen und sich stattdessen auf die Kongresswahlen konzentrieren. Als Vorsitzender des Abgeordnetenhauses ist er der derzeit mächtigste Republikaner. Ryan kritisierte Trump in der Vergangenheit immer wieder, rang sich aber im Juni doch zur Unterstützung des umstrittenen Kandidaten durch.

Nach der Veröffentlichung eines Videos mit sexistischen Aussagen von Trump hatte Paul Ryan bereits am Samstag einen gemeinsamen Wahlkampfauftritt mit Trump im US-Staat Wisconsin abgeblasen. Ryan zeigt sich stattdessen mit Trumps Vizekandidaten Mike Pence, berichten US-Medien.

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