Pattsituation im Opel-Übernahmekampf: Weder Magna noch RHJ überzeugen völlig

Für Opel-Betriebsrat bleibt Magna weiter Favorit Kritik an Guttenberg: Soll Verhandlungen torpedieren

Pattsituation im Opel-Übernahmekampf: Weder Magna noch RHJ überzeugen völlig © Bild: Reuters/Balogh

Es ist zermürbend. Aussichtsreiche Aspiranten, große Favoriten und dann: Das Veto! Der Opel-Übernahmekampf wird zu einer Nervenprobe. Standen die Zeichen für den austro-kanadischen Autozulieferer Magna bislang sehr gut, drängte sich jetzt der internationale Finanzinvestor RHJ ins Rennen. Doch der Opel-Betriebsrat schmeckt der neue Finanzinvestor ganz und gar nicht und der deutsche Wirtschaftsminister Guttenberg ist von Magna so gar nicht begeistert. Patt.

Der Opel-Betriebsrat macht Front gegen den Einstiegs-Interessenten RHJ International. "Mit einer Entscheidung für RHJ könnte GM das Ziel realisieren, alles beim Alten zu lassen", kritisierte Opel-Gesamtbetriebsratschef Klaus Franz laut "Handelsblatt" in einem internen Schreiben an die Mitarbeiter. Die Arbeitnehmervertreter sprachen sich erneut für einen Einstieg des kanadisch-österreichischen Zulieferers Magna aus

Vorwürfe gegen Guttenberg
Die IG-Metall hat im Übernahme-Poker um Opel schwere Vorwürfe gegen das deutsche Wirtschaftsministerium erhoben. "Es ist unerträglich, dass die Heckenschützen, die aus durchsichtigen Eigeninteressen den Verhandlungsprozess mit Magna torpedieren, durch das Bundeswirtschaftsministerium täglich mit Munition versorgt werden", sagte IG-Metall Bezirksleiter und Opel-Aufsichtsrat Armin Schild der "Berliner Zeitung". Gemeint sei mit den Vorwürfen Wirtschaftsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU).
(apa/red)