Patienten sollen nicht leiden: Notdienste, Hotlines, Ambulanzen helfen trotz Streiks

Medizinische Versorgung soll damit gewährleistet sein Auf "aufschiebbare Arztkonsultationen" verzichten

Den Patienten wird von allen Seiten versichert, dass die medizinische Versorgung trotz Ärztestreik garantiert ist: Notdienste, Spitäler, Ambulanzen und Gesundheitsdienste stehen bereit, gleich mehrere Hotlines bieten Informationen an. Die Ärztekammer rät allerdings den Patienten, "aufschiebbare Arztkonsultationen - wenn immer möglich - auf andere Tage zu verlegen" - denn in Spitälern und beim Ärztefunkdienst sei "mit längeren Wartezeiten" zu rechnen.

Spitäler und Ambulanzen tun normal ihren Dienst, zudem hat die Ärztekammer einen Notdienst organisiert, wonach in allen Bundesländern außer Wien pro Sprengel bzw. pro Bezirk ein praktischer Arzt offen hat. Details sind der Homepage der Kammer (www.aerztekammer.at) zu entnehmen, in den meisten Ländern wird man mittels Bereitschaftsdienst (Telefonnummer 141) zu den diensthabenden Ärzten. In Wien ist dies die Nummer des Ärztefunkdiensts, auch die Rettung (Telefon: 144) ist regulär im Einsatz. Die Stadt Wien hat überdies auf die Bezirksgesundheitsämter der MA 15 verwiesen, die zu den gewohnten Zeiten arbeiten (www.wien.gv.at/ma15).

Info-Hotline
Eine eigene Info-Hotline hat das Servicecenter der Sozialversicherung eingerichtet: Unter der Nummer 050124 3377 informiert man von 8 bis 18.00 Uhr über geöffnete Behandlungsstellen österreichweit. Das Gesundheitsministerium verstärkt ebenfalls sein Bürgerservice: Telefon 01/711 00-4808, darüber hinaus verweist man auf die Seite "Spitalskompass" (www.spitalskompass.at) mit Spitalsadressen in ganz Österreich. Die Wiener Gebietskrankenkasse hat in ihren Gesundheitszentren Auffangambulanzen eingerichtet. Die Apotheken sind laut Rezeptpflichtgesetz berechtigt, in "besonderen Notfällen" Arzneimittel auch ohne ärztliches Rezept abzugeben.

Vielleicht müssen sie das in Zukunft noch öfter tun: Denn für den Fall, dass die Politik nicht noch deutlich einlenkt, haben die Ärzte schon weitere Streiktage ins Auge gefasst. Konkret sind weitere Ordinationsschließungen für den 26. und 27. Juni geplant, im Juli könnten der 7., 8. und 9. Juli weitere Streiktage werden.

(apa/red)