Trotz Rauchverboten von

Passivrauchen am
Arbeitsplatz weiter Thema

2014 waren sogar mehr Arbeitnehmer von schädlichem Qualm betroffen als 2009

Eine Frau raucht im Büro eine Zigarette © Bild: iStockphoto.com

Trotz vielfacher Rauchverbote sind Nichtraucher in der EU am Arbeitsplatz weiter häufig Tabakrauch ausgesetzt. Das belegt eine EU-weite Studie des Imperial College in London, die am Wochenende anlässlich des European Respiratory Society International Congress in Mailand vorgestellt wurde. In Büros, Geschäften und Fabriken waren 2014 sogar mehr Arbeitnehmer von schädlichem Qualm betroffen als 2009.

Demnach wurden 2014 insgesamt 27,5 Prozent aller Befragten bei der Arbeit "zugequalmt". 2009 waren es noch 23,8 Prozent gewesen. Ein Sprecher des Imperial College bezeichnete es als "beunruhigend, dass die Anzahl an Arbeitern, die in Büros, Geschäften und Fabriken Passivrauchen ausgesetzt sind, deutlich zunimmt".

Unzureichender Nichtraucherschutz

Warum es zu dieser Zunahme kam, konnten die Wissenschafter nicht eindeutig beantworten. Sie vermuten, dass der Nichtraucherschutz am Arbeitsplatz nicht ausreichend ist.

Rückläufig war der Studie zufolge die Anzahl an Passivrauchern in Restaurants und Bars.

Die Umfrage bezog sich auf berufliche Tätigkeiten in geschlossenen Räumen. Die Wissenschafter hatten etwa 55.000 Menschen innerhalb der EU befragt, die Hälfte von ihnen im Jahr 2009, die andere 2014.

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