Pasching lässt gegen Wacker Tirol nichts Anbrennen: Klarer 3:1-Sieg für Superfund

Zwei Ausschlüsse: Tirol schwächte sich selbst

Pasching lässt gegen Wacker Tirol nichts Anbrennen: Klarer 3:1-Sieg für Superfund

Der FC Superfund Pasching ist in der T-Mobile-Bundesliga weiterhin auf dem besten Weg in Richtung UEFA-Cup-Qualifikation. Die Oberösterreicher feierten in der 34. Runde einen 3:1-Heimsieg gegen den FC Wacker Tirol und behielten ihren dritten Tabellenplatz. Der in der kommenden Saison als FC Kärnten in der höchsten Spielklasse antretende Verein hat damit die vergangenen vier Spiele gewonnen und sich für die 0:2-Heimniederlage (letzter Tiroler Auswärtssieg) gegen die Innsbrucker am 8. November 2006 revanchiert.

Die Tiroler gingen nach dem 5:1-Kantersieg beim GAK am Mittwoch und dem Ende der Negativserie von 15 sieglosen Spielen in Serie mit viel Selbstvertrauen in die Partie und hatten auch mehr vom Spiel. Olushola Aganun enteilte Pasching-Kapitän Michael Baur, sein Schuss mit dem "Spitz" wurde allerdings von Goalie-Routinier Schicklgruber in den Corner abgewehrt (15.). Die Wacker-Elf ging aber trotzdem in Führung. Florian Mader nahm Dospel den Ball in der Nähe des Mittelkreises ab, lief der Paschinger Abwehr auf und davon und erzielte mit einem platzierten Schuss ins lange Eck (27.) seinen ersten Bundesligatreffer seit Mai 2005.

Die Elf von Interimscoach Klaus Vogler, bei der erstmals der 20-jährige Wattens-Kooperationsspieler Sandro Samwald in der Stammelf stand und Jerzy Brzeczek seine 300. Bundesligapartie bestritt, musste aber noch vor der Pause einen doppelten Rückschlag hinnehmen. Regisseur Vaclav Kolousek sah nach einem Gerangel mit Kabat Gelb und etwas weniger als vier Minuten später nach einem Foul an Ketelaer die Ampelkarte (33.).

Auf den Ausschluss des Dreifachtorschützen vom Mittwoch folgte Paschings Ausgleich. Nach einem Ketelaer-Freistoß kam der aufgerückte Abwehrchef und Ex-Tiroler Baur am Fünfer frei zum Kopfball und traf in seinem 498. Bundesligaspiel zum 1:1 (39.). In der Nachspielzeit hatten die Tiroler dafür doppeltes Glück. Zuerst foulte Goalie Planer den durchbrechenden Fidjeu-Tazemeta im Strafraum und sah dafür nur Gelb, dann schoss der zuletzt sehr treffsichere Kameruner den verhängten Elfmeter weit über die Querlatte.

Nach dem Seitenwechsel waren die Oberösterreicher auf Grund der numerischen Überlegenheit agiler. Der eingewechselte Mayrleb "spritzte" in eine Flanke und mit der Mithilfe von Tirols Mimm landete der Ball im Tor (57.). In der 72. Minute standen die Tiroler nur noch mit neun Spielern auf dem Platz. Goalie Planer fing einen Ball außerhalb des 16ers und sah die zweite Gelbe Karte. Sein Ersatzmann Fabian Schumacher musste sich gleich bei dem verhängten Freistoß, den Kabat verwertete, geschlagen geben.

Für Superfund-Coach Dietmar Constantini ging somit sein 200. Bundesligaspiel als Trainer erfolgreich zu Ende. Seine Elf, die ihr Frühjahrspunktekonto auf 20 Zähler erhöhte, ist damit im Waldstadion seit vier Spielen ungeschlagen und trifft im Kampf um einen Europacupplatz in den beiden ausstehenden Runden auf Rapid (auswärts) und Sturm Graz (zu Hause).

FC Superfund Pasching - FC Wacker Tirol 3:1 (1:1)
Waldstadion, 1.800, SR Robert Schörgenhofer

Tore:
0:1 (27.) Mader
1:1 (39.) Baur
2:1 (57.) Mayrleb
3:1 (74.) Kabat

Pasching: Schicklgruber - Dospel, Baur, Chaile (46. Mayrleb), Bubenik - Kabat, Riedl, Chiquinho, Ketelaer - Krajic (46. Gilewicz), Fidjeu-Tazemeta (65. Agic)

Tirol: Planer - Mimm, Knabel (73. Masek), Gruber, Schrott (38. Schreter) - Samwald, Brzeczek, Hattenberger, Mader - Kolousek, Aganun (73. Schumacher)

Gelb-Rote-Karten: Kolousek (33./Foul), Planer (72./Handspiel)

Gelbe-Karten: Dospel, Chaile, Kabat, Bubenik bzw. Knabel, Samwald

(apa/red)