Speed-Dating im Test

Partnersuche zwischen Gummibärchen und anderen Männern

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Nach exakt fünf Minuten wandert P. weiter zum nächsten Tisch. Hüterin der Zeit ist Karin Pallinger. Sie hat den Speed- Dating-Abend organisiert (www.cityspeeddating.at). Heute haben zwölf Männer und dreizehn Frauen jeweils 21 Euro bezahlt, um auf einen Schlag möglichst viele potenzielle Partner zu casten. Laut Pallinger haben zwei Drittel davon ernsthaft den Wunsch, sich zu verlieben. Einer von ihnen ist G. Er ist nach P. dran und fackelt nicht lange herum: Die große Liebe und das Geheimnis glücklicher Beziehungen sind seine Themen. Dafür sind fünf Minuten sehr kurz.

Minuten wie eine Ewigkeit
Sie können sich aber auch ziehen. Wie bei M. Er setzt sich einen Tick zu nah zu mir und rechtfertigt das als „Grundregel der Macht“. Ich bestelle noch einen Spritzer. Der wird zum Glück mit dem nächsten Mann serviert. „Was sind deine Highlights?“, fragt J. zum Einstand. Er selbst wird an diesem Abend keines sein. Nach dem achten Mann ist der Gummibärchen-Teller leer und mein Kopf voll. War D. oder J. der Segler? Doch zum Nachdenken bleibt keine Zeit, denn jetzt sitzt B. vor mir. Groß, fröhlich, Typ Sonnyboy. Ein Kandidat für viele Ja-Kreuze. Er lacht viel und spricht über Vorurteile, die ihm das Leben widerlegt hat. Nach fünf Minuten weiß ich weder, wie alt er ist, noch was er beruflich macht. Dass er mir sympathisch ist, weiß ich schon. Den Rest könnte ich ja dann per Mail erfragen. (Falls gegenseitges Interesse besteht, leitet Pallinger die Adressen weiter.)

Oder beim nächsten Dating-Termin. Bei der Zigarette danach beklagt sich nämlich Fräulein K., die an meinem Nebentisch gesessen ist: „Heute waren vier Männer dabei, die ich schon vom letzten Mal gekannt habe.“

Weiterführender Link:
www.cityspeeddating.at/