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FPÖ: Philippa Strache soll nicht
mehr "Tierschutz-Beauftragte" sein

Partei - FPÖ: Philippa Strache soll nicht
mehr "Tierschutz-Beauftragte" sein © Bild: APA/GERT EGGENBERGER

Philippa Strache wird ihre Rolle als "Tierschutz-Beauftragte" der FPÖ endgültig verlieren.

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Geschehen soll dies vor der konstituierenden Sitzung des Nationalrats am 29. Oktober. Offiziell wurde Strache nie für diese Funktion bezahlt, sondern als "Social-Media-Beauftragte" des freiheitlichen Klubs. Ihr Gehalt von 9.500 Euro soll sie laut APA-Informationen auch während der Karenz bezogen haben.

Philippa Strache hat laut Angaben des FPÖ-Klubs überhaupt keine Karenzzeit in Anspruch genommen. Auch während ihrer Zeit im Mutterschutz habe sie "selbstverständlich kein Gehalt" bezogen, widersprach der Klub in einer Aussendung am Mittwoch Angaben von Teilnehmern an der Sitzung des Bundesparteivorstandes gegenüber der APA.
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Unmut innerhalb der FPÖ

Mit einem Bereichssprecher im Parlamentsklub war Straches Funktion nie vergleichbar, da die Ehefrau von Heinz-Christian Strache nie ein Mandat im Nationalrat hatte. Tierschutzsprecher der Freiheitlichen war bis zuletzt Josef Riemer, der aber nicht mehr bei der Wahl antrat. Neu aufgeteilt werden sollen die Rollen, wenn sich der Klub neu konstituiert. Dann dürfte Strache zumindest als "Tierschutz-Beauftragte" von der Website der Partei verschwinden.

Mandat oder kein Mandat? Zieht Philippa Strache in den Nationalrat ein?

Unmut innerhalb der Partei herrscht nun nicht mehr nur aufgrund ihres hohen Gehalts, dass mit kolportierten 9.500 Euro über jenem eines Nationalratsabgeordneten liegt. FPÖ-Mitglieder berichteten nach der Sitzung des Bundesparteivorstandes vergangene Woche, dass diese Summe auch unverändert hoch während ihrer Karenz-Zeit ausgezahlt worden sei. Ob Strache nach wie vor ihr Gehalt vom Klub bezieht, wurde vonseiten der Freiheitlichen nicht beantwortet.

Kunasek: "Werde Parlamentsklub keine Ratschläge erteilen"

Der steirische FPÖ-Chef Mario Kunasek sagte am Mittwoch am Rande einer Pressekonferenz zur Causa Strache, die FPÖ habe vorige Woche ein eindeutiges Signal gesandt: "Wo Grenzen überschritten werden, werden auch Konsequenzen gezogen." In Sachen Philippa Strache sagte er, er werde aus der Steiermark keine Ratschläge erteilen, wer dem Parlamentsklub angehören solle, so Kunasek auf Journalistenfragen.

Die Mandate würden von der Wahlbehörde vergeben, die Klubs würden entscheiden, wer diesem angehöre, sagte Kunasek zur Debatte um ein Mandat für Straches Ehefrau Philippa. Zu Heinz-Christian Strache selbst sagte der Ex-Minister, er mache keine Vorverurteilungen, aber man brauche auch Ruhe, um Wahlen schlagen zu können. Am 24. November ist in der Steiermark eine vorgezogene Landtagswahl angesetzt.

»Ich führe auch keinen Anti-Strache-Wahlkampf«

Zur medial kolportierten monatlichen 9.500-Euro-Entschädigung für Philippa Strache als "Social-Media-Beauftragte" des freiheitlichen Parlamentsklubs sagte Kunasek, er habe keine Kenntnis, ob sie das bezogen habe oder immer noch beziehe. "Ich führe auch keinen Anti-Strache-Wahlkampf, ich führe einen Pro-Steiermark-Wahlkampf".

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