Singles bis Mingles von

Österreich im Liebescheck

Große Sommerstudie zeigt, wie es bei den Österreichern in Liebesdingen aussieht

Sex auf der Wiese © Bild: Thinkstock

Die Online-Partneragentur PARSHIP hat seine große Sommerstudie präsentiert, die zeigt, dass trotz aller alternativer Beziehungstrends eine fixe Partnerschaft der Top-Wunsch der Österreicher ist. Trotzdem ist jeder Fünfte in Österreich Single. Stark im Kommen: das neue Beziehungsmodell der "Mingles".

Parship hat in einer repräsentativen Umfrage* zum Thema "Zukunft der Partnerschaft" unterschiedliche Beziehungsformen untersucht und erstmals das neue Lebensmodell der "Mingles" mittels konkreter Zahlen für Österreich untersucht. Demnach leben drei von vier Österreichern in einer Partnerschaft, die Mehrheit davon schon länger als 12 Monate. Knapp jeder fünfte Österreicher ist Single, fünf Prozent bezeichnen sich als "Mingle" (mixed single) und führen damit eine unverbindliche Art von Beziehung, bei der keine gemeinsamen Zukunftspläne im Vordergrund stehen.

Wann ist man fix zusammen?

Knapp 90 Prozent der Österreicher sind mit ihrem derzeitigen Beziehungsstatus zufrieden, 61 Prozent sogar "sehr zufrieden". 84 Prozent der Singles hätten jedoch gerne einen Partner und acht von zehn wären auch bereit, dafür Kompromisse einzugehen. Auf die Frage, ab wann man denn "fix zusammen" ist, antwortet mehr als die Hälfte aller Befragten, "wenn man es ausspricht", ein Viertel, "wenn man keinen anderen potenziellen Partner mehr trifft" und für neun Prozent ist es auschlaggebend, "wenn man ausschließlich mit dieser Person Sex hat".

Paar beim Kuscheln auf der Couch
© Thinkstock Gesucht: eine fixe Beziehung

Neu dabei: die Mingles

Zwischen Singles und fix Vergebenen tummeln sich neuerdings auch die sogenannten Mingles. "Das Phänomen der Mingles ist de facto nicht neu, gab es doch immer schon lose, unverbindliche Beziehungen, in denen sich Partner unabhängig und ohne Verpflichtungen zwar regelmäßig trafen, ohne jedoch gemeinsame Zukunftspläne zu schmieden", erklärt Gertie Senger. "Für viele ist der Begriff Mingle ein willkommenes Attribut, da er gesellschaftlich eher als gewollt und selbst gewählt angesehen wird. Im Gegensatz zum Single-Dasein, das oftmals als ungewollte Lebensphase bzw. -Entscheidung konnotiert wird", so die Expertin in Liebesdingen. Knapp drei Viertel der Mingles sind mit ihrem derzeitigen Beziehungsstatus zufrieden. Knapp die Hälfte hätte zwar gerne einen festen Partner, lässt aber alles auf sich zukommen und 12 Prozent sind aktiv auf der Suche nach der großen Liebe.

Aktiver als Singles

Hierbei gehen Mingles aktiver und unternehmungsfreudiger vor als Singles. Mehr als die Hälfte gibt an, seit mehr als einem Jahr Mingle zu sein. Als Top 3-Gründe für das Mingle-Dasein werden "Es hat sich so ergeben", "Ich will mich nicht fix binden" und "Ich habe Angst, verletzt zu werden" genannt. Immerhin 17 Prozent der Mingles haben mit ihrem aktuellen Begleiter noch nie über die Art ihrer Beziehung gesprochen. "Knapp 60 Prozent der Mingles würden gerne mehr Zeit mit ihrem Partner verbringen - und das zeigt auch, wie groß die Gefahr ist, schnell in eine emotionale Zwickmühle zu gelangen", so Senger weiter.

Glückliches Paar im Bett
© Thinkstock/iStockphoto Spaß ja, was Fixes nein.

Skeptische Österreicher

Die Meinung der Österreicher zum Mingle-Beziehungs-Modell fällt übrigens eher skeptisch aus. Knapp 40 Prozent halten nichts davon und wollen lieber Verbindlichkeit. Mehr als ein Drittel ist der Meinung, dass so etwas nicht lange gut gehen kann, denn spätestens wenn Gefühle ins Spiel kommen oder einer "mehr will", wird es kompliziert. 20 Prozent der Singles können sich allerdings vorstellen, selbst einmal diese Beziehungsform zu leben.

Online suchen? Warum nicht!

Stellt sich noch die Frage, wie die Österreicher nach potenziellen Partnern suchen. Beim Ausgehen lernen sich die meisten Paare kennen. Danach kommt bereits die Online-Partnersuche, die in Österreich gesellschaftlich immer akzeptierter wird. Knapp jeder fünfte Österreicher hat bereits einen Partner im Internet kennengelernt. Mehr als jeder Zweite kann sich vorstellen, einen Partner online zu suchen. Nach Ausgehen und dem Internet kommen der Freundeskreis und der Arbeitsplatz, um jemand Neuen kennenzulernen.

Frau bedient Tablet
© Thinkstock Online suchen? Ja klar!

"Es könnte ja noch etwas Besseres kommen"

Ob es früher einfacher oder schwieriger war, den richtigen Partner zu finden, darüber scheiden sich die Geister: 45 Prozent der Österreicher meinen "weder, noch". 39 Prozent finden, es war früher einfacher, während 16 Prozent der Meinung sind, dass es schwieriger war. Als Gründe dafür, dass es aktuell einfacher ist, Mr. oder Mrs. Right zu begegnen, werden die große Anzahl an Möglichkeiten genannt sowie der Wegfall gesellschaftlicher und familiärer Einschränkungen. Als erschwerende Faktoren werden hingegen der immer stärker werdende Trend zu Egoismus, Selbstverwirklichung und Unverbindlichkeit sowie unterschiedliche und sich stetig ändernde persönliche Lebensplanungen genannt - und dass man allgemein wählerischer und zögerlicher geworden ist, ganz nach dem Motto "es könnte ja noch etwas Besseres kommen".

Wunsch nach Exklusivität

"Wie auch immer sein persönliches Beziehungsmodell gestalten wird, der Wunsch nach etwas Exklusivem und Fixem ist nach wie vor da. Der Unterschied besteht allerdings darin, dass man nicht mehr gezwungen ist, in einer passiven emotionalen Warteschleife zu verharren, sondern aktiv das eigene Beziehungsleben gestalten will", fasst Gerti Senger die Ergebnisse zusammen.

*Die Studie wurde von Marketagent.com im Auftrag von PARSHIP.at durchgeführt und ist repräsentativ für die österreichische Bevölkerung. Befragt wurden 1.022 Personen zwischen 18 und 69 Jahren im Mai und Juni 2014.

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