Parlamentswahl in Südkorea hat begonnen: Erster Stimmungstest für amtierenden Lee

Konservativer Myung-bak seit Februar '08 Präsident Popularität des Präsidenten seit seiner Wahl gesunken

Parlamentswahl in Südkorea hat begonnen: Erster Stimmungstest für amtierenden Lee © Bild: AP/Jin Sung-chul

In Südkorea hat die Parlamentswahl begonnen. Die Abstimmung ist ein erster Stimmungstest für den neuen konservativen Präsidenten Lee Myung-bak, der erst seit Februar im Amt ist. Es wird erwartet, dass seine Große Nationalpartei die Liberalen als stärkste Kraft im 299 Sitze umfassenden Parlament ablöst.

Ob es für die absolute Mehrheit reichen wird, ist allerdings offen, da viele Wähler bis kurz vor der Abstimmung noch unentschlossen waren und mit einer niedrigen Beteiligung nur um die 50 Prozent gerechnet wurde. Wahlberechtigt sind rund 38 Millionen der insgesamt 49 Millionen Menschen in Südkorea. Tatsächlich hat sich nur eine geringe Beteiligung abgezeichnet. Sechs Stunden nach Öffnung der Wahllokale gaben nach Angaben der Wahlkommission knapp 24 Prozent der Wahlberechtigten ihre Stimme ab, rund sieben Prozent weniger als bei der Wahl 2004.

Lee, ein früherer Bürgermeister der Hauptstadt Seoul und ehemaliger Vorstandsvorsitzender des Hyundai-Konzerns, hatte die Präsidentenwahl im Dezember mit deutlicher Mehrheit gewonnen. Seitdem ist seine Popularität allerdings gesunken. Die GDP erklärte, ein Sieg bei der Parlamentswahl werde dem Staatschef bei der Umsetzung seiner Wirtschaftspläne helfen. Die Liberalen warnten dagegen, dann würden sich die Spannungen auf der koreanischen Halbinsel verstärken.
(apa/red)