Parlamentarier-Einkommen: Öffentliche Bezüge der FPÖ-Abgeordneten jetzt online

Seniorensprecher Neubauer mit 1.137 € an 1. Stelle Privateinkünfte bleiben allerdings weiterhin geheim

Die Bezüge von FPÖ-Abgeordneten aus öffentlichen Stellen sind jetzt auf der Parteihomepage (http://www.fpoe-parlamentsklub.at) online. Bestverdiener ist in dieser Liste Seniorensprecher Werner Neubauer, der 14 mal jährlich 1.137 Euro Aufwandsentschädigung als Gemeinderat der Stadt Linz bekommt. In der Auflistung sind allerdings nur öffentliche Bezüge angeführt und keine Einkünfte aus anderen Nebenjobs. Zudem macht die FPÖ nur die Nettobeträge öffentlich.

Die SPÖ war dafür kritisiert worden, dass sie im Gegensatz zu den Grünen und dem BZÖ Nettobeträge öffentlich gemacht hat. Ebenfalls bereinigt ist in der FPÖ-Liste das Abgeordnetengehalt angeführt. Den Nationalratsabgeordneten bleiben demnach abzüglich Steuern und Parteiabgaben von den 8.023 Euro brutto im Schnitt etwas über 3.000 Euro. Parteichef Heinz-Christian Strache, der auch Klubobmann ist, verfügt über 5.537 Euro netto und einen Parteidienstwagen mit Privatanteil.

Generalsekretär Harald Vilimsky bezieht neben dem Abgeordnetengehalt 675 Euro als Vertragsbediensteter der Stadt Wien. Jugendsprecher Manfred Haimbuchner bekommt 300 als Gemeinderat von Steinhaus. Energiesprecher Karlheinz Klement kriegt für seine Tätigkeit als Gemeinderat von Magdalensberg zweimal pro Jahr 165 Euro. Gerhard Kurzmann bezieht 511 Euro als Beamter und Leopold Mayerhofer 730 Euro als Polizeibeamter und Gemeinderat.

Private Bezüge der FPÖ-Abgeordneten bleiben vorerst im Dunkeln. Nebenbeschäftigungen gehen mehrere Abgeordnete nach: Robert Aspöckn (Rechtsanwalt), Peter Fichtenbauer (Rechtsanwalt), Alois Gradauer (Aufsichtsrat bei Pfeiffer und BettenReiter in Oberösterreich), Martin Graf (Unternehmensberater), Manfred Haimbucher (Rechtsanwaltsanwärter in der Kanzlei Dr. Paul Fuchs), Herbert Kickl (FPO-Wien), Bernhard Themessl (Versicherungsagent), Harald Vilimsky (FPO-Wien), Lutz Weinzinger (Steuerberater), Wolfgang Zanger (Finanzdienstleister), Bundesrätin Monika Muhlwerth (FPO-Wien) und der EU-Abgeordnete Andreas Mölzer (Publizist, Politikberater, Chefredakteur der "ZurZeit" und Kolumnist).

Laut FPÖ-Angaben haben die Blauen keine Spenden an Partei und Klub über 1.000, keine sonstige freiwillige Zuwendungen an Partei und Klub, keine Subventionen an Mandatare, keine kostenfrei zur Verfügung gestellte Mitarbeiter aus Interessenverbänden und Kammern und keine kostenfrei zur Verfügung gestellte Mitarbeiter aus Unternehmen. (apa)