Paradise Papers von

Gusenbauer: "Habe nie
einen Euro von Novia bezogen"

Paradise Papers - Gusenbauer: "Habe nie
einen Euro von Novia bezogen" © Bild: APA/HANS PUNZ

Ex-Kanzler Alfred Gusenbauer wehrt sich gegen die Gerüchte, er würde sich „gängiger Steuerschonungsmodelle“ bedienen.

Zu den im Zusammenhang mit den sogenannten Paradise Papers veröffentlichten Vorwürfen hält Alfred Gusenbauer fest, dass er nie auch nur einen Euro von Novia bezogen hat. In einer Presseaussendung am Donnerstag betont der Ex-Kanzler, „Mein Engagement war ausschließlich nicht remunerier“.

Die Novia sei kein geheimes Offshore-Scheingeschäft, sondern ein im EU-Mitgliedstaat Malta offiziell registrierter Fonds, der sich mangels Geschäftsentwicklung seit einem Jahr in Liquidation befindet, heißt es in der Aussendung. Gusenbauer sowie die Gusenbauer Projektentwicklung und Beteiligung GmbH würden all ihre Einnahmen ausschließlich in Österreich versteuern.

»Sowohl bei mir persönlich als auch bei meiner GmbH kommt der jeweilige Höchststeuersatz zur Anwendung.«

Das Engagement des ehemaligen Bundeskanzlers in der Novia als „director“(vergleichbar mit einem Aufsichtsrat in Österreich) seiauf Grund mehrerer Medienberichte seit langem bekannt. Auch Gerüchte, wonach sich Gusenbauer „gängiger Steuerschonungsmodelle“ bediene, wies er scharf zurück: „Sowohl bei mir persönlich als auch bei meiner GmbH kommt der jeweilige Höchststeuersatz zur Anwendung.“

"Gusenbauer hat seine Steuern bezahlt"

SPÖ-Bundesgeschäftsführer Christoph Matznetter betonte am Donnerstag ebenfalls: „Gusenbauer hat seine Steuern bezahlt"

Die Verbreitung anderslautender Gerüchte seien "schlicht die Unwahrheit" und dienen "nur dem Versuch, die Sozialdemokratie zu beschädigen".

Novia ist am maltesischen Novia Funds Sicav beteiligt, zu dessen Investoren auch Tal Silberstein zählte. Tal Silberstein arbeitete unter anderem als Wahlkampfberater für Gusenbauer.

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