Papstwahl in Rom von

Konklave ab 11. März?

Erste Vorbereitungen getroffen - Kardinäle fiebern Generalkongregationen entgegen

Die Kardinäle im Vatikan © Bild: APA/EPA/OSSERVATORE ROMANO/HANDOUT

Nach dem Rücktritt Benedikts XVI. vom Papstamt fiebern die Kardinäle dem am Montag geplanten Beginn der ersten Generalkongregationen in Hinblick auf das Konklave zur Wahl eines Nachfolgers entgegen. Kardinaldekan Angelo Sodano hat die Kardinäle per Brief zu einer ersten Zusammenkunft um Montag um 09.30 Uhr zusammengerufen. Eine zweite Sitzung wird noch am selben Tag um 17.00 Uhr stattfinden.

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Wie viele Generalkongregationen es bis zum Beginn des Konklaves geben werde, sei offen, sagte der vatikanische Pressesprecher Federico Lombardi. Die Kongregation soll weitergeführt werden, bis alle Papst-Wähler in Rom eingetroffen sind. Erst danach soll das Datum des Konklave bekannt gegeben werden. Lombardi schloss aus, dass ein Datum für das Konklave schon am Montag bekannt gegeben werden könnte.

Laut Medienberichten könnte das Konklave am 11. März beginnen, genau vier Wochen nach der historischen Rücktrittsankündigung Benedikts. Die Generalkongregation tagt täglich im Apostolischen Palast und wird von Kardinaldekan Angelo Sodano geleitet. Bei diesen Sitzungen müssen alle anfallenden Amtsgeschäfte der Kirche behandelt werden. An diesem "Vorkonklave" beteiligen sich auch Dolmetscher aus dem Staatssekretariat, die zu Verschwiegenheit verpflichtet sind.

Sedisvakanz seit Donnerstag

Im Vatikan hat am Donnerstag die Sedisvakanz, die Zeit ohne den Papst, begonnen. Seit Donnerstag, 20.00 Uhr, steht die katholische Kirche ohne Oberhaupt da, nachdem ihr eigentlich auf Lebenszeit gewählter Papst Benedikt XVI. das Amt niedergelegt hat. Mit Beginn der Sedisvakanz geht die Leitung der katholischen Kirche und des Vatikanstaats vorübergehend an das Kardinalskollegium über, also letztlich an alle 209 derzeit lebenden Kardinäle.

Die letzten Stunden von Benedikts Pontifikat haben Italiens Staatsfernsehen RAI hohe Einschaltquoten beschert. Fast vier Millionen Zuschauer verfolgten im Fernsehen Benedikts Abschied vom Vatikan und seine Ankunft in Castel Gandolfo, wo er sich voraussichtlich in den nächsten drei Monaten aufhalten wird, bevor er in ein Frauenkloster im Vatikan ziehen wird.

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