Vatikan von

Österreichs Bischöfe
besuchen Papst Franziskus

Kardinal Schönborn spricht mit Papst Franziskus über die "Weltfremdheit" der Kirche

Österreichs Bischöfe sind zum Papst in den Vatikan gereist. © Bild: APA/GEORG HOCHMUTH

Österreichs Bischöfe sind am Montag im Vatikan unterwegs gewesen: Alle fünf Jahre müssen Bischöfe dem Papst laut Kirchenrecht einen Besuch abstatten (Ad-limina-Besuch). Kardinal Christoph Schönborn hat die Messe im Petersdom zum Anlass genommen, um auf die steigende Zahl von Kirchenaustritten aufmerksam zu machen.

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Denn das Ergebnis der österreichischen Familien-Umfrage des Vatikans, das die Bischöfe überbrachten, spricht eine deutliche Sprache: Eine überwältigende Mehrheit der österreichischen Teilnehmer attestieren der Kirche Lebensferne, insbesondere bei den Themen Homosexualität, Verhütung und Scheidungen. Die Umfrageauswertung hat Kardinal Schönborn dann auch mit Papst Franziskus ausführlich erörtert. "Das Thema Ehe und Familie wurde ausführlich besprochen", bestätigte der Wiener Erzbischof nach der Audienz. Auch des verstorbenen St. Pöltener Altbischofs Kurt Krenn sei gedacht worden.

Gespräch auf Augenhöhe

Der Wiener Erzbischof berichtete von einem Gespräch "völlig auf Augenhöhe" mit dem Papst. Er, Schönborn, habe sich durch die "Worte von Klugheit" ermutigt gefühlt und das Gefühl gehabt, ernst genommen zu werden. Auch auf der Amtskirche kritisch gegenüberstehende Reformgruppierungen wie die Pfarrer-Initiative und Wir sind Kirche sei Papst Franziskus eingegangen, hieß es nach der Konsultation der Bischöfe der Wiener Kirchenprovinz am Montag.

Zur Aufarbeitung der Umfrage - die in Österreich der Kirche in Sachen Familie und Sexualmoral Weltfremdheit attestiert hat -, hat der Papst einen groben Fahrplan erläutert. "Es ist sein Anliegen, hinzuschauen und hinzuhören, wie geht es weltweit der Familie", berichtete Schönborn. Im Herbst findet die große Familiensynode des Vatikans statt, in einer "zweiten Etappe" 2015 sollen schließlich die Probleme genau erörtert und Wegen gesucht werden: "Was heißt das für den Umgang mit der Familie?"

Gedenken an Krenn

Thema am Rande der Konsultation Schönborns bei Franziskus war der verstorbene Altbischof Krenn. Der Heilige Vater habe diesen "kurz erwähnt", habe aber nicht viel über die einstigen Turbulenzen rund um den umstrittenen St. Pöltener Bischof gewusst. Man habe seiner schließlich im Gebet gedacht, so Schönborn.

Kommentare

Schönborn muß den Papst vor Kardinal Schönborn warnen! Denn wenn Schönborns Amtszeit vorbei ist, wird die Statisitk zeigen, daß die Austritte hier bes. hoch waren. Warum? Ignoranz, Zölibat, Ausgrenzung der Geschiedenen, ...

Wen warnt Schönborn vor den Austritten ?

Joachim-Datko
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Vorab: Es gibt keinen Gott, es gibt keine Götter

Bei uns in Regensburg sind 2013 -- 1033 Menschen aus den beiden großen christlichen Kirchen ausgetreten.

Die meisten von ihnen wurden gegen ihr Selbstbestimmungsrecht, als Kleinkinder, durch die Taufe Kirchenmitglieder.

Nur wenige Menschen haben daher einen inneren Bezug zum Glauben, das Potenzial für Kirchenaustritte ist riesig.

Ich bin gerne bereit, ausführlich zum Problem der Kleinkindtaufen Stellung zu nehmen.

Joachim Datko - Physiker, Philosoph
Forum für eine faire, soziale Marktwirtschaft
http://www.monopole.de

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Ein philosophierender Physiker will Gott erklären! Und dann kam der grüne Wicht und wickelte die Schokolade wieder ein.

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