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Viel zu tun für Papst Franziskus

Für die Reformierung der Kirche wartet auf den Pontifex weiterhin viel Arbeit

Papst Franziskus im Vatikan. © Bild: ALBERTO PIZZOLI/AFP/Getty Images

Im März vor zwei Jahren ist Papst Franziskus angetreten, um die katholische Kirche zu reformieren. Im Vatikan sorgt er seitdem für so manchen Wirbel, überrascht ständig selbst Vertraute mit neuen Plänen. Bei den Menschen kommt das gut an, bei Audienzen und Besuchen wird er oft wie ein Popstar gefeiert. Auch wenn der Argentinier die Kirche modernisieren will - der Weg ist steinig und lang. Ein Überblick über die größten Baustellen des Papstes im kommenden Jahr.

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Familie

"Das größte Thema dürfte kommendes Jahr die Familiensynode werden", sagte Bernd Hagenkord, Leiter der deutschen Redaktion von Radio Vatikan. Drei Wochen, vom 4. bis 25. Oktober, treffen sich Bischöfe aus aller Welt, um erneut über das Familienbild der Kirche, über Themen wie Homosexualität, Polygamie und die Zulassung Geschiedener zur Kommunion zu diskutieren. Den Weg hatte eine Sonderbischofssynode im vergangenen Oktober bereitet, bei der zwar heiß diskutiert, aber nicht konkret beschlossen wurde, wie die Kirche auf die Lebenswirklichkeit vieler Menschen reagieren soll.

Die Erwartungen sind hoch, dass 2015 Beschlüsse gefasst werden. Doch das ist fraglich. "Ich erwarte mir weniger konkrete Entscheidungen, wie wir das aus der politischen Welt kennen, sondern eher einen Gewinn an Offenheit. Daraus mag sich dann vielleicht auch in Sachen Entscheidung etwas ergeben, aber das ist glaube ich nicht das Wichtige", sagte Hagenkord. Die Positionen einzelner Bischöfe verschiedener Kontinente sind extrem unterschiedlich. Jedoch gilt allein schon die Tatsache, dass einstige Tabu-Themen auf der Agenda stehen, als Revolution.