Heiliger Vater von

Papst Franziskus segnet Biker

Hunderte Harley-Davidson-Fahrer in Rom - Umfrage: Papst nach wie vor beliebt

  • Papst Franziskus segnet Harley-Davidson-Fahrer.
    Bild 1 von 8 © Bild: REUTERS/Osservatore Romano/Handout via Reuters

    Papst Franziskus hat hunderte Harley-Davidson-Biker gesegnet.

  • Papst Franziskus segnet Harley-Davidson-Fahrer.
    Bild 2 von 8 © Bild: REUTERS/Stefano Rellandini

    Die versammelten Biker jubeln dem Heiligen Vater in Rom zu.

Der Papst hat am Sonntag an Bord seines offenen Jeeps die auf dem Petersplatz versammelte Menschenmenge begrüßt. Dabei segnete er auch hunderte Harley Davidson-Bikers, die auf der Via della Conciliazione, der großen Achse, die zum Vatikan führt, versammelt waren.

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100.000 Harley-Fahrer feierten an diesem Wochenenden mit ihren Motorrädern in Rom das 110-jährige Firmenjubiläum des Motorradbauers mit Sitz in Milwaukee im US-Bundesstaat Wisconsin. Bei der Generalaudienz am vergangenen Mittwoch hatten Vertreter von Harley Davidson Franziskus zwei Motorräder übergeben.

Der Papst feiert am Sonntag den Tag des “Evangelium Vitae“ im Rahmen des Glaubensjahr. Dabei rief der Heilige Vater vor, lebensverneinende Ideologien abzulehnen. „Wir sagen Ja zum Leben und Nein zum Egoismus und zum Tod. Wir sagen Ja zur Freiheit und Nein zum Sklaventum vieler Götzen unserer Zeit“, sagte der Papst.

Papst bei Österreichern beliebt

Nach rund 100 Tagen Amtszeit ist Papst Franziskus nach wie vor beliebt: Laut einer Umfrage haben die Österreicher ein positives Bild vom Heiligen Vater. Das geht aus einer Oekonsult-Studie anlässlich der ersten hundert Tages seines Pontifikats hervor. Demnach bekommt der katholische Oberhirte im Schnitt eine Gesamtnote von 2,3. Vor allem seine Positionierung als Fürsprecher der Armen und sein unkonventioneller Kommunikationsstil kommen gut an. 86,8 Prozent der Befragten glauben, dass Franziskus die Rolle der katholischen Kirche als moralische Instanz in der Welt wieder stärken kann.

Lediglich 22,2 Prozent der Befragten stimmen der Aussage zu, dass der "Hype" um den neuen Papst "völlig überzogen" sei und es in der katholischen Kirche in Wirklichkeit keinen neuen Wind gebe. Vielmehr meinen 86,8 Prozent der Befragten, dass der neue Papst auch der reformerischen Pfarrer-Initiative von Helmut Schüller viel Auf- und Rückenwind geben wird.

Weniger Austritte?

70,8 Prozent meinen, dass es dem neuen Papst auch gelingen wird, die Austrittstendenzen in der katholischen Kirche Österreichs einzudämmen. Allerdings wird mehrheitlich erwartet, dass Kindesmissbrauch durch Kirchenvertreter unter Franziskus "weiterhin gedeckt, geleugnet und verharmlost wird". 52,8 Prozent der Befragten sind dieser Meinung.

Besonders punkten konnte Jorge Mario Bergoglio mit seiner demonstrativen Bescheidenheit "in der Tradition des Heiligen Franz von Assisi". 93,7 Prozent der Befragten gefällt das, nur 6,3 Prozent sehen die Positionierung des früheren Erzbischofs von Buenos Aires kritisch. Nur 15 Prozent sehen die demonstrative Bescheidenheit des Papstes als peinlich und unglaubwürdig an, 84,6 Prozent finden sie sympathisch.

Kommunikationsstil gefällt

Auch der offene Kommunikationsstil von Franziskus gefällt den Österreichern. So sind 83,3 Prozent der Befragten sind der Meinung, dass er sich nicht scheue, "sehr heiße Eisen und Konfliktthemen deutlich und direkt anzusprechen". 66,1 Prozent der Befragten erwarten, dass er "starke reformerische Ansagen" bei den Dauerbrennern wie Empfängnisverhütung, Wiederverheiratete, Zölibat, Frauenpriestertum, Homosexualität oder Kindesmissbrauch machen wird.

62,4 Prozent der Befragten befürchten, dass Franziskus wegen seines Vorgehens gegen die bestehenden Machtzirkel im Vatikan in absehbarer Zeit Ziel eines Anschlags werden könnte.

Ein "Sehr gut" im Dreimonatszeugnis bekam Franziskus von 28,2 Prozent der Befragten. Mehr als ein Drittel (36,8) gab dem früheren Erzbischof von Buenos Aires immerhin ein "Gut". Mit einem "Nicht genügend" durchgefallen ist der neue Pontifex nur bei einer verschwindenden Minderheit von 3,9 Prozent.

72,6 Prozent der Befragten sind der Meinung, dass die Wahl des argentinischen Kardinals Jorge Mario Bergoglio zum neuen Papst eine richtige Entscheidung gewesen sei. Mehrheitlich wird auch die Aussage unterstützt, dass es schon längst Zeit für den ersten Nicht-Europäer als Kirchenoberhaupt ist. 51,5 Prozent der Befragten sind völlig dieser Meinung, weitere 35,5 Prozent eher. Die Umfrage wurde vom 29. Mai bis 15. Juni an 1213 Personen durchgeführt, die repräsentativ für die österreichische Wohnbevölkerung von 15 bis 87 Jahren sind.

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