Papst betet für entführte Britin Madeleine: Benedikt XVI. trifft sich vielleicht mit Eltern

Premierminister Brown hatte Kontakt mit McCanns Verdächtiger wurde bereits ein zweites Mal gesehen

Papst betet für entführte Britin Madeleine: Benedikt XVI. trifft sich vielleicht mit Eltern

Papst Benedikt XVI. schließt nach Angaben des Vatikans das in Portugal entführten britische Mädchen Madeleine in seine Gebete ein. Die britische Sonntagszeitung "News of the World" schrieb, möglicherweise werde der Papst die Eltern des Kindes empfangen. "Die Möglichkeit für die McCanns, den Heiligen Vater zu treffen, besteht", sagte ein Vatikan-Sprecher.

Zuvor hatten der britische Thronfolger Prinz Charles und seine Frau Camilla eine Erklärung veröffentlicht. Das Paar verfolge die Entwicklung um die aus einer portugiesischen Ferienanlage entführte Vierjährige genau und sei "tief betroffen", hieß es darin. Ein Sprecher der Familie McCann bestätigte, dass es mehrere Telefonate zwischen Vater Gerry McCann und dem britischen Finanzminister und designierten Premierminister Gordon Brown gegeben habe. Brown soll dem Ehepaar "volle Unterstützung" bei der Suche nach dem Kind zugesichert haben.

Berichte über ein persönliches Einwirkung Browns auf die portugiesische Polizei wollte ein Sprecher des Finanzministeriums in London nicht bestätigen. Die Polizei soll daraufhin die Beschreibung eines möglichen Verdächtigen veröffentlicht haben. Es handele sich um einen 35 bis 40 Jahre alten weißen Mann, sagte Chefermittler Olegario de Sousa am Freitag. Eine Freundin der Eltern soll die Entführung der Vierjährigen gesehen haben. Vater Gerry McCann bezeichnete die Entwicklungen als "bedeutsam".

Verdächtiger ein zweites Mal gesehen
Die englische Nachrichtenagentur PA berichtete, der mögliche Verdächtige, der ein Kind getragen habe oder einen Gegenstand, der aussah wie ein Kind, sei möglicherweise ein zweites Mal gesehen worden. Der bisher einzige genannte Verdächtige erklärte, er sei nicht in den Fall verwickelt. Die veröffentlichte Personenbeschreibung sei jedoch so vage, dass sie ihn nicht entlasten werde, sagte der Brite.

(apa/red)